Ein Kopfhörer mit Musik schirme von störenden Geräuschen ab und fördere die Konzentration, teilt sie mit. Eine schöne Vorstellung. Alle sitzen vor ihren Bildschirmen mit Kopfhörern auf den Ohren: Der Metal-Fan ist als Headbanger leicht zu erkennen. Daneben lächelt der Schöngeist selig bei den vier letzen Liedern von Richard Strauss und der Schlagerfan wippt mit dem Fuß zu Liedern von Andrea Berg.

Dumm nur, dass man dann auch selbst sonst nichts mehr mitkriegt. Weder das, was man für die Arbeit wissen müsste, noch das, was man an Kollegentratsch gern wissen würde. Und ob die Konzentration dann eher der Musik oder der Arbeit gilt, sei auch mal dahingestellt. Jedenfalls würde das Ganze für mehr Bewegung sorgen und den körperlichen Kontakt zwischen den Kollegen fördern. Wenn man von jemanden was will, muss man schließlich aufstehen, hingehen und ihm auf die Schulter tippen, damit er es überhaupt merkt. Also rundherum ein Wohlfühl- und Fitnessprogramm am Arbeitsplatz. Und wer nicht mitmacht, kriegt ein paar auf die Ohren.