Waren Sie in Ihrem Leben schon einmal auf einem Weihnachtsmarkt? Ja? Ich nicht. Sie wundern sich? Das ist ganz einfach erklärt. Wenn endlich Weihnachten ist und man Zeit und Muße hätte, in Ruhe einen Glühwein zu trinken, haben nahezu alle Weihnachtsmärkte schon wieder geschlossen. Genau betrachtet handelt es sich bei ihnen um Adventsmärkte. Nur nennt sie keiner so. Weihnachtsmärkte klingt marketingtechnisch wohl besser.

Womit wir beim Thema wären. Mit dem richtigen Marketing tut sich der November, der an diesem Wochenende seinen Abschied nimmt, bekanntlich schwer. Sie wissen schon: Allerheiligen, Volkstrauertag, Totensonntag und zuletzt auch noch kalter Nieselregen. Das begeistert niemanden. Inzwischen hat der November dies erkannt. Er versucht auf jede erdenkliche Weise, gegenüber dem Dezember aufzuholen.

Das ist Ihnen noch nicht aufgefallen? Na, dann schauen Sie sich doch zum Beispiel die sogenannten Weihnachtsmärkte an. Nach und nach klaut er sie dem Dezember. Die Märkte finden an immer mehr Tagen schon im November statt.

Sie werden sicherlich einwenden, dass zumindest das Weihnachtsgeschäft dem Dezember niemand streitig machen kann. Und wer, meinen Sie, steckt hinter dem Black Friday? Der November natürlich. Laut den Konsumforschern der GfK übertreffen nicht nur in Deutschland die Umsätze, die in der Black-Friday-Woche generiert werden, bereits die des Weihnachtsgeschäfts.

Aber an einer Sache beißt sich der November die Zähne aus. Das erste Türchen des Adventskalenders öffnet sich immer erst im Dezember.