Frauen fühlen sich immer noch benachteiligt - beim Verdienst und in kirchlichen Zusammenhängen vor allem. Und 39 Prozent finden, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel sich nicht genug für sie einsetzt. Einer Umfrage zufolge, die Alt-Feministin Alice Schwarzer als Herausgeberin der Zeitschrift "Emma" in Auftrag gegeben hat, schließen 61 Prozent daraus, dass sie sich stärker organisieren müssten.


Weltmeister im Organisieren

Weil Alice Schwarzer für ihre deutliche Meinung genauso bekannt ist wie das beauftragte Institut für Demoskopie Allensbach für seine Seriosität, steht natürlich außer Frage, dass sich Frauen von Angela Merkel weder mehr Unterstützung beim Aussitzen generell noch bei Arbeiten im Haushalt im Besonderen wünschen. Denn nach wie vor bleiben sogenannten weibliche Arbeiten am vermeintlich schwachen Geschlecht hängen. Und so sind Frauen ganz sicher Weltmeister wenn es darum geht, Beruf, Familie, Freunde und das Kümmern um nahe Angehörige unter einen Hut zu bringen.


Die Arbeit der Frauen ist selbstverständlich

Dass viele dafür nicht die nötige Anerkennung bekommen, mag daran liegen, dass Frauen viel zu wenig Aufhebens um ihre Leistung machen. Es mag aber auch daran liegen, dass die Arbeit von Frauen als selbstverständlich angesehen wird. Das kann weder Alice Schwarzer noch eine Umfrage ändern.