Soll keiner sagen, im Land der Trinker und Denker mangle es an Ideen, wie man die eigene Kasse ein wenig aufbessern könnte. Eine so originelle wie aufwendige Form der Geldbeschaffung dachte sich ein Getränkehändler aus Köln aus. Er manipulierte einen Pfandautomaten, damit er die immergleiche Flasche zigtausende Male einlesen lassen konnte. So generierte er Bons im Wert von mehr als 44 000 Euro, die ihm die Deutsche Pfandsystem GmbH anstandslos erstattete.

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Wie ein Richter feststellte, muss der Getränkehändler kaum mehr etwas anderes getan haben, als seinen Automaten zu bedienen. Was wiederum Fragen aufwirft. Wäre der Mann nicht straffällig geworden, wenn die Kölner mehr getrunken oder größere Gläser verwendet hätten? War der Mann von Giovanni Trapattoni inspiriert und spielte einfach mit "Flasche leer"? Oder wollte der Kölner nur laufend zur Flasche greifen - und dabei dennoch nüchtern bleiben.