Die Redaktion des "Spions", der Schülerzeitung der Bamberger Maria-Ward-Schule, freut sich über den ersten Platz beim Schülerzeitungswettbewerb 2017/18 der oberfränkischen Realschulen. Dafür gibt es 200 Euro Preisgeld.

Papstaudienz war das Thema

Johannes Koller, der Ministerialbeauftragte der Realschulen in Oberfranken, war zusammen mit seinem MB-Dienststellenmitarbeiter Markus Zenger aus Bayreuth angereist, um in der neuen Aula den 18 Realschülerinnen und Gymnasiastinnen und ihren Betreuungslehrkräften Katja Bürger und Eva Lederer persönlich zu gratulieren. Bereits zum vierten Mal in Folge wurde der rund 70 Seiten starke "Spion" mit einem der drei ersten Plätze ausgezeichnet, ein Beweis für die beständige journalistische Arbeit des Wahlfachs. Das Spezialthema des prämierten Hefts war die Romfahrt beider Schulen im Herbst 2017 mit Papstaudienz als Höhepunkt des 300-jährigen Schuljubiläums. In unterschiedlichen Darstellungsformen, vom Rom-Tagebuch über Blitzumfragen, einem Romgedicht und vielen Fotos wurde in Wort und Bild vom schulischen Großereignis berichtet.

Auch nach der Schule im Einsatz

Der oberfränkische Schülerzeitungswettbewerb soll ein Anreiz sein, "das kleine Flämmchen Schülerzeitung weiterhin am Leben zu erhalten", so Koller. "Von den 28 Realschulen in Oberfranken bringt heute ungefähr nur noch ein Drittel eine eigene Schülerzeitung heraus, früher waren es fast alle", kommentierte Zenger die Lage. Früher gab es neben Schulsport, Chor und Schülerzeitung kaum Wahlfächer an den Schulen. Auch die Finanzierung der hohen Druckkosten ist schwieriger geworden.

Doch das "Spion"-Team macht weiter und hat sein neues Thema für die nächste Ausgabe schon gefunden: Die jungen Journalistinnen berichten über den Teilumzug ihrer Schule an den Heinrichsdamm, neben das ehemalige Priesterseminar.

Im Anschluss an die Auszeichnung gab es eine weitere Ehrung: Der Ministerialbeauftragte Johannes Koller zeichnete die Maria-Ward-Realschule mit dem zweiten Preis im Bereich "Außerschulisches Engagement" aus. Er überreichte der Realschuldirektorin Barbara Hauck eine Urkunde aus München, unterschrieben vom früheren bayerischen Kulturminister Bernd Sibler. Markus Zenger las aus der Begründung der Preisverleihung vor: Darin heißt es, dass die Schule "durch zahlreiche außerunterrichtliche Aktivitäten" auffiele, die das Schulleben bereicherten und die Schülerinnen aller Jahrgangsstufen miteinbezögen.

Dazu gehörten kulturelle Darbietungen durch Chöre, Chorklassen und Instrumentalensembles sowie soziales und ökologisches Engagement. Auch in den Bereichen religiöses Leben und Völkerverständigung zeige die Schule "ansprechende Aktivitäten".