Auf dem Gartenschau-Areal werden Ulf Fiebig und seine „Sternenfreunde“ vom „Forum Stellarum“ – einer Initiative aus Hobby-Astronomen der Region – ihre Teleskope aufbauen und anlässlich des Astronomietags allen Interessierten Sonne, Mond und Sterne näherbringen.

In ganz Deutschland werden sich am Samstag die Blicke zum Himmel richten, und zwar speziell auf den Mond. „Die lange Nacht mit Luna“ lautet das Motto des Astronomietags, zu dem die bundesweite Vereinigung der Sternfreunde (VdS) zusammen mit Sternwarten und Institutionen in ganz Deutschland und der Schweiz einladen.

Das Programm geht schon nachmittags los. Zunächst steht die Sonne am Taghimmel im Blickpunkt, die sich aufgrund der extremen Helligkeit nur mit speziellen Filtern betrachten lässt. Flecken und Gasauswürfe zeugen von der ungeheuren Energie und Dynamik dieses für uns so existenziell wichtigen Sterns.

In der abendlichen Dämmerung wird dann der Mond Ziel für die Beobachter. Der uns am nächsten gelegene Himmelskörper mit seiner kraterübersäten Oberfläche aus Sand und Felsen offenbart in den Fernrohren der Veranstalter bereits zahlreiche Details, die sich vor allem am Übergang von Licht und Schatten auf dem Mond gut erkennen lassen. Nur wenige Tage vor Vollmond dominiert der Mond das abendliche Himmelsgeschehen.

Wie der Erd-Trabant entstanden ist, warum er uns mal als Sichel und mal als Scheibe erscheint und wo die Astronauten auf dem Mond gelandet sind, das alles wissen die Sternfreunde zu berichten. Die Besucher können den Mond „live“ am Fernrohr. erleben. Besitzer eines Smartphones können den Anblick der Mondoberfläche sogar im Bild festhalten.

Mit fortschreitender Dämmerung zieht Jupiter, größter Planet unseres Sonnensystems, als heller Stern die Blicke auf sich. Im Fernrohr erkennt man die Wolkenbänder dieses Gasriesen. Gegen 19.30 Uhr steht der berühmte „Große Rote Fleck“, ein riesiger Wirbelsturm in der Atmosphäre des Jupiter, von der Erde aus genau in Blickrichtung. „Neben Jupiter kann man auch vier seiner großen Monde beobachten“, verspricht Ulf Fiebig.

Er lädt Jung und Alt ein, einfach mal an der Alten Mainbrücke vorbeizukommen. Aber Vorsicht: Das „Weltall-Virus“ befällt einen leichter als man denkt, warnt der Kitzinger. Bei ihm selbst hat es ebenfalls mit einem Blick durch ein Teleskop angefangen. In den 80er Jahren war das. Mittlerweile gehört das Beobachten von Himmelskörpern für den Kfz-Mechanikermeister und Ausbilder bei der Handwerkskammer zum täglichen Leben dazu, wie essen oder Zähne putzen. „Es ist einfach wunderbar, in die unendlichen Weiten zu schauen. In irgendeiner Galaxy ist immer was los!“

Termin: Am Samstag, 19. März, ab 15 Uhr gewähren die Sternenfreunde auf dem Gartenschaugelände allen interessierten einen Blick auf die Sonne und später auf den Mond und einige Sterne. Je nach Wetter bleiben die Teleskope bis maximal Mitternacht aufgebaut.

Infos: Kontakt zu den Sternenfreunden gibt es online unter www.forum-stellarum.de oder y-auriga@y-auriga.de.