Ist das gläserne Ausstellungsgebäude im Eingangsbereich der Abtei Münsterschwarzach erhaltenswert? Der Denkmalschutz ist dafür. Was sagen unsere Leser? Im Internet wird unter www.mainpost.de eine rege Pavillon-Diskussion geführt.

„Das Torhaus ohne Glaskiste davor ist ein Denkmal – das soll wieder zur Geltung kommen“, schreibt ein User. In einem weiteren Beitrag heißt es: „Den Ausführungen des Landesamtes nach müsste jedes Einfamilienhaus aus den 50ern denkmalgeschützt sein. Auch diese verkörpern die 'Aufbruchsstimmung der Nachkriegs- und Wiederaufbauzeit'.“

Die 50er Jahre beleuchtet dieser Hinweis: „Bei Denkmälern aus den 1950er Jahren ist es oft so, dass dafür das Verständnis fehlt. In Würzburg zeigt sich das am Mozart-Areal oder beim Thema Hauptbahnhof mit Pavillonzeilen. Da urteilen viele schnell: Hässlich, bitte abreißen und neu bauen! In der Vergangenheit wurde auch in Kirchen oft das Interieur rausgerissen, weil es nicht dem Zeitgeist entsprach.“

Auch unter www.facebook.com/mainpost.kt gehen die Meinungen auseinander. Moni Dürr schreibt: „Der Pavillon hat seinen Dienst getan, und Leben bedeutet auch immer Veränderung.“

So sieht es auch Frank Möhler. Er fragt, ob man „alles erhalten muss, was im Laufe der Zeit entstanden ist.“ Widerspruch kommt von Liane Thau: „Schön, dass man endlich begreift, dass auch Architektur der 50er erhaltenswert ist. Ein besonders gelungenes Beispiel!“