Auf dem Weg zur Weltmeisterschaft, Teil IX: Wer Weltmeister werden will, muss zwischendurch ein richtig blödes Spiel abliefern. Das ist uns gegen Algerien eindrucksvoll gelungen.

Die traurige Wahrheit ist: Ja, auch der kommende Weltmeister kann über Nacht kurz mal das Fußballspielen verlernen. Mehr Fehlpässe als Grashalme auf dem Platz. Eine Horror-Abwehr. Karneval der Außenverteidiger. Freistoß-Lacher. Hüftlahme Innenverteidiger. Schaurig. Ein Gruselsieg.

Zwischendurch machte das ZDF sogar Werbung, dass man das Spiel im Internet sogar aus 20 Kameraperspektiven verfolgen könnte. Schreckliche Vorstellung – so ein furchtbares Spiel aus so viel Blickwinkeln. Wer soll das ertragen?

Deutschland zwingt Algerien in die Verlängerung – es gibt Tage, da ist eben alles anders.

Aber es gibt auch andere Tage. So ein Totalausfall-Spiel passiert zum Glück nur einmal. Man kann nämlich das Fußballspielen über Nacht auch wieder lernen. Da es bis Frankreich noch drei Nächte sind, können wir guten Mutes sein.

Wir sind Viertelfinale! Mit besten Aussichten. Der Franzose, der gegen Manuel Fußballgott Neuer trifft, muss nämlich erst noch geboren werden. Das Frankreichspiel wird Ganzkörper-Gänsehautentzündung, um es mit den Worten von Mehmet Scholl zu sagen.

Dann gerne auch wieder aus 20 Kameraperspektiven. Wobei mir persönlich auch eine Helmkamera von Manuel Neuer reichen würde.

Wir werden Weltmeister! erscheint während der Fußball-WM in loser Folge.