Wenn Sie so für sich gedacht haben sollten, dass diese Woche wieder ganz besonders viel Zirkus war – dann stimmte das. Kitzingen zeigte sich mit Hinweisen auf ein Zirkus-Gastspiel von oben bis unten zuplakatiert. Ob es eine gute Idee ist, ausgerechnet am letzten Faschingswochenende ein Gastspiel im Schatten des Falterturms zu geben, muss sich erst noch zeigen.

Zirkusreifes spielte sich auch am Donnerstag ab, der diesmal den Beinamen „unsinnig“ trug. Je nach Region wird auch schmotziger, grombiger oder lumpiger Donnerstag gesagt. An diesem Tag werden gerne Krawatten abgeschnitten, weshalb es gewagt war, den Schulausschuss des Landkreises im Landratsamt just am unsinnigsten Tag stattfinden zu lassen. Wobei die meisten Herren – vor allem Bürgermeister – bereits reichlich zerfleddert ankamen.

Sperrmüll-Zeit

Zerfleddert sieht es derzeit auch am Kitzinger Eisenbahnviadukt aus: Dort türmt sich schon einige Zeit Sperrmüll, ohne dass es die Stadt nur ansatzweise interessiert. Und weil man dort immerzu im Stau steht, bleibt genügend Zeit, den neuen Kitzinger Müllberg ausgiebig zu bewundern.

Zurück zum Faschings-Endspurt, bei dem das Wetter keine ganz unwesentliche Rolle spielt. Nach den Vor-Frühlingstagen in dieser Woche durch Hoch Frauke mit Angrillen bei 20 Grad wird es nun ausgerechnet zu den Umzügen wieder igitt. Ausgerechnet zum Start des meteorologischen Frühlings am Freitag kippte es. Die Aussichten zum Fastnachtsfinale: stürmisch und nass.

Ein kleines Wunder

Um schönes Wetter zu bekommen, braucht es ein kleines Wunder – so wie in Kitzingen am Mittwoch ein Wunder geschah. Dort ereignete sich die Auferstehung des Jahres: Das Roxy-Kino ist wieder da. Nach zwölf Jahren. Als Genossenschafts-Kino. Bei der Gelegenheit war zu lesen, dass sich das Roxy am Rosenberg befindet. Bei einer Spontan-Umfrage in der Redaktion zeigte sich, dass selbst altgediente Kitzinger nicht wissen, was es mit dem Rosenberg auf sich hat.

Ganz romantisch

Wir interpretieren das mal so: Kitzingen ist romantischer, als man das vielleicht denkt. Wir hören schon, wie sich Verliebte verabreden: „Mein Röschen, lass uns am Rosenberg treffen und ins Kino gehen!“ Wir drücken jedenfalls die Daumen: Möge das auferstandene Roxy keine stachelige Angelegenheit werden – sondern auf Rosen gebettet sein.

Die Woche blickt samstags zurück, was unseren Autoren aufgefallen ist.