Kitzingens Jugendbürgermeisterin Ines Herm hält den Skatepark im Freizeitgelände für die bestgenutzte Jugendfläche in der Stadt. Für den Leiter der Jugendarbeit in der Stadt, Jochen Kulczynski, ist er seit zehn Jahren eine „Attraktion und ein Magnet für die Jugend zwischen zehn und 20 Jahren“. Jetzt wird der in die Jahre gekommene Park am Rande des Gartenschaugeländes saniert und erweitert.

Nachdem Kulczynski die Pläne vor-, die Bedeutung der Anlage dargestellt und die Investition als „zeitgemäß, notwendig und attraktiv“ bezeichnet hatte, stimmte der Finanzausschuss am Dienstag einstimmig dafür, die Kosten in Höhe von 33 000 Euro in den Haushalt 2014 einzustellen. Die Lücke zu den Gesamtkosten in Höhe von rund 45 000 Euro schließt der Jugendstadtrat. Der hatte im vergangenen Jahr 15 000 Euro für die Anlage eines Grillplatzes erhalten, das Geld aber nur zum geringen Teil ausgegeben. Den Rest stellt der Jugendstadtrat für den Ausbau des Skateplatzes zur Verfügung.

Den Vorschlag, dem Jugendstadtrat das Geld zu lassen und die gesamte Finanzierung zu übernehmen, hatte eine Mehrheit mit neun zu vier Stimmen abgelehnt. Dafür hatte sich neben Andrea Schmidt (Ödp) vor allem Jugendreferentin Hiltrud Stocker (CSU) ausgesprochen. Wie sie sagte, habe sich der Jugendbeirat einstimmig für die Erneuerung ausgesprochen. Eine Generalsanierung sei auch aus Sicherheitsgründen dringend erforderlich.

Das sah auch Brigitte Endres-Paul (SPD) so. Als Chirurgin sei sie täglich mit den Auswirkung des „wilden Skatens“ konfrontiert. Eine solche Anlage sei optimal, um Unfälle zu vermeiden. „Das ist die neue Sportart der Jugendlichen und braucht optimale Bedingungen“, so Endres-Paul.

Die sollen am Bleichwasen entstehen. Und zwar nicht nur für Skater, die die Anlage zunächst allein genutzt haben. Wie Kulczynski als Chef von jungStil, wie sich die Jugendarbeit in Kitzingen nennt, sagte, habe sich die Szene in den vergangenen Jahren ausdifferenziert. Zu den Skatern seien die Scooter und die Biker und Inliner gekommen. Gerade für diese Nutzung sei die Anlage nicht ausgelegt und in teilen gefährlich. Nach Treffen mit den einzelnen Gruppen sei eine Konzept entwickelt worden, das unter den Nutzern eine breite Mehrheit findet.

Der Jugendstadtrat ist dabei. Der Bauhof ist eingebunden und die Firma Concrete, die den Großteil der vorhandenen Rampen auf dem Gelände baut, wird wohl die Erweiterung und Erneuerung durchführen. Dabei wird auch die Anlage vom Vorplatz der Halle im Sickergrund an den Bleichwasen umziehen und das Angebot von Mini Funbox, Funbox und Two Level Box ergänzen.