Es gibt offenbar zwei kommunalpolitische Welten in Kitzingen: Eine, wo im Stadtrat häufiger der verbale Nahkampf tobt und eine, wo OB-Konkurrenten einen friedlichen Wettstreit um Wählerstimmen austragen.

Letzteres gab's beim Wahlpodium in der Alten Synagoge. Sieben Bewerber um den Chefsessel im Rathaus, die Unglaubliches vollbrachten: Jeder ließ Jeden ausreden, keine persönliche Angriffe. Selbst KIK-Chef Christof, der im Rat gerne die Keule auspackt, hüllte die Kritik in Watte.

Weil der Rest beim Burgfrieden mitspielte, bekamen die Zuhörer Lokalpolitik light vorgesetzt. Was nicht unbedingt störte: Die Kandidaten konnten als Persönlichkeiten Profil zeigen, was gerade bei der Kommunalpolitik wichtig ist: Hier wird der Mensch gewählt und nur selten der Parteisoldat.