Nachdem Kitzingen inzwischen fast schon wöchentlich Hitzerekorde bricht und seit geraumer Zeit offiziell die heißeste Stadt Deutschlands ist, hat das natürlich Auswirkungen auf die Redaktion.

Bei uns geht es zwar von Natur aus hitzig zu – aber jetzt können wir auch mächtig damit angeben: In der Luitpoldstraße 1 befindet sich die heißeste Redaktion Deutschlands.

Das hat Folgen bei der täglichen Arbeit: Uns ist kein Eisen zu heiß. Zum Beispiel sind wir gerade einer großen Sache auf der Spur: Kitzingen soll, wie es aus gut unterrichteten Kreisen heißt, umbenannt werden. Wobei noch offen ist, ob es auf Hitzingen oder doch Schwitzingen hinausläuft.

Wir sind inzwischen wahre Hitze-Experten. Wir kennen den Vorteil der Hitze: Einige haben kaum was an. Wir kennen aber auch den Nachteil der Hitze: Einige haben kaum was an. Weil Hitze die Dinge dazu bringt, sich auszudehnen, sind wir nicht dick, sondern einfach nur ein bisschen zu heiß.

Niemand kann besser Gedanken auf Eis legen, niemand sich besser in die Hitze des Streites begeben. Wobei gleichzeitig gilt: Wer schnell heiß wird, kühlt auch schnell ab.

Wenn es um Synonyme für Hitze geht – wir haben sie alle: Bruthitze, Gluthitze, Affenhitze, Bullenhitze, Knallhitze.

Nur bei uns finden solche Gespräche statt: „Kann es sein, dass dein Deo versagt?“ – „Welches Deo?“

Es riecht eben – manchmal sogar nach ziemlich viel Ärger: Derzeit verhandeln wir nämlich mit unserem Chef über einen Hitzezuschlag bei gleichzeitigem Hitzefrei-Ausgleich.

Seither ist die Temperatur in der Redaktion noch einmal um ein paar Grad angestiegen – aber darauf kommt es inzwischen auch schon nicht mehr an.

Neues aus der Redaktion gewährt Einblicke in den Alltag der Kitzinger Redaktion und erscheint in loser Folge.