Was am Wochenende los war?

Es gab Fußball bis über beide Ohren. Und es hat sich gelohnt, sowohl der 1. FC Nürnberg als auch die Würzburger Kickers haben beste Aufstiegschancen. Wenn das so erfolgreich weiter geht, stehen sich beide Teams in einem Jahr vielleicht sogar in Berlin beim DFB-Pokal-Endspiel gegenüber.

Diesmal übernahmen diesen Part noch mal die Bayern und die Dortmunder. Im Vorfeld der Partie hatte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) für eine gewisse Aufregung gesorgt, weil angeblich die Jubel-Bierdusche verboten werden sollte. Was natürlich gerade für die Bayern so ist, als würde man ihnen den Spruch „Mia san mia“ für immer wegnehmen.

Der DFB argumentierte, dass eine Bierdusche dem „Aktionsbündnis alkoholfrei Sport genießen“ widerspreche. Was insofern ein Witz ist, als man sich rund um das Spiel an den Banden und im Fernsehen vor Bierwerbung kaum retten kann.

Die Stimmung konnte die unsinnige Bierdusche-Diskussion indes nicht vermiesen, dafür waren am Wochenende-Mini-Sommer einfach alle viel zu gut gelaunt. Die gute Laune sorgte vielerorts für einen Kreativitätsschub. So wurde beispielsweise in der Politik diskutiert, ob man künftig „Bedingungsloses Mindeshirn für alle“ fordern soll.

Getrübt wurde die gute Stimmung lediglich von der Nachricht, dass Vanille-Eis bald teurer werden können. Vanille wird knapp. Das beliebte Gewürz aus Kapselfrüchten der Orchideengattung Vanilla erlebt derzeit einen Preisanstieg, weil es zu wenig davon gibt.

Außerdem nutzte der Vorstandschef einer Supermarktkette das Wochenende, um darauf hinzuorakeln, dass es „in fünf Jahren keine Discounter mehr“ gibt. Wobei das viele Leute gar nicht mitbekommen haben, weil sie entweder unter der Bierdusche standen oder Vanilleis schlecken waren.

Ist aber auch egal, weil es am Ende so sein wird wie immer: Vanille ist so oder so teuer, es gibt mehr Discounter als jemals zuvor und auf das Mindeshirn warten wir auch vergeblich.