Marlies Dumbsky wurde 2008 im März erst zur Fränkischen, im Herbst zur 60. Deutschen Weinkönigin gewählt. Die gelernte Winzerin stammt aus einer Familie mit langer Weinbautradition, die sich bis 1837 zurückverfolgen lässt. Das Weingut Dumbsky-Marienhof gehört ihren Eltern. „In meiner Zeit als Fränkische Weinkönigin habe ich Franken erst richtig kennen- und lieben gelernt: Die Orte, die Landschaft, die Menschen“, bilanziert die 30-Jährige rückblickend. Die Zeit habe ihr Heimatgefühl gestärkt, ihr Wurzeln gegeben, ihre Persönlichkeit geprägt. „Und mir wurde bewusst, dass man alles schaffen kann“. Derzeit arbeitet Marlies Dumbsky als Presse-Referentin für die Fraktion der Grünen im Bayerischen Landtag, sie spricht mehrere Sprachen. Trotz aller verbalen Gewandtheit: Beim ersten Auslandstermin nach ihrer Wahl setzte in China zunächst Ernüchterung ein. „Ich stand nach zwölfstündigem Flug in Hong Kong vor dem Flughafen – und mein Fahrer war nicht da“. Nach zwei Stunden habe sie sich ein Herz gefasst und im Hotel nachgefragt, was los ist. „Nach weiteren drei Stunden stand dann ein stummer Chinese vor mir, hat mich wortlos zu einer Strechlimousine geleitet, mich über die Grenze nach Shenzhen gebracht und nach zweistündiger Fahrt vor einem Gebäudekomplex abgesetzt“. Dann hieß es für Marlies Dumbsky, das Hotel zu finden, was ihr bis heute als „ziemlich kurioses Erlebnis“ im Gedächtnis geblieben. „Aber diese holprige erste Begrüßung war der Beginn einer wirklich tollen Woche in China“, merkt die Wahl-Münchnerin an. Auf dem Foto testet die bislang letzte Deutsche Weinkönigin aus Franken die offensichtlich leckere Kombination Wein und Schokolade. Archivfoto: Renate Reichl