Flirten – da verraten wir sicher kein Geheimnis – ist mitunter nicht so ganz einfach. Vom ersten Satz hängt vieles, manche sagen: alles, ab. Nicht zu plump, nicht zu gewagt. Möglichst pfiffig. Vielleicht so: „Darf ich dich mal kitzeln – dein Lachen ist zauberhaft!“

Hm, ist das schon zu viel? Oder gerade noch vertretbar?

Und was ist, wenn die Zauberhafte dann tatsächlich lächelt? Wie geht's dann weiter? Schnell nachlegen? Etwa so: „Lächel mich jetzt bloß nicht an, sonst küsse ich dich auf der Stelle!“

Manchmal ist ja die Flucht nach vorne eine gute Strategie: „Wenn ich dir jetzt sagen würde, dass du ein wundervolles Lächeln hast, würdest du denken, dass ich dich anmachen will. Und damit hättest du recht!“

Wobei das jetzt doch ein wenig lang war. Akute Verhaspel-Gefahr. Außerdem kann sich das kein Mensch merken. Schon gar nicht, wenn man doch auf der Stelle losknutschen möchte.

Wie das mit dem Angraben geht, scheint man in Volkach besonders gut zu wissen. Dort wird nicht nur gegraben, sondern – und das macht den wahren Fachmann aus – sogar richtig gebaggert. Und wie!

Seit dem Wochenende ist jedenfalls verbürgt, dass die Volkacher die Anbagger-Könige sind. Beim Baustellenfest zum Auftakt der Hauptstraßensanierung lautete das offizielle Motto „Graben wir's an!“.

Angraben klingt zwar ein bisschen derb, aber die Zeiten, als man noch so schöne Begriffe wie anbandeln sagte, sind wohl endgültig vorbei.

An der Volkacher Baustelle selbst sollten Sie übrigens mit dem Angraben vorsichtig sein: Zum einen sind nicht alle Arbeiter Junggesellen. Zu anderen werden neben Nebenbuhlern auch Nebenbuddler nur ungern gesehen.