Natürlich möchten wir auch von dieser Stelle aus den am Sonntag ausgebrochenen Sommer stürmisch begrüßen. Gleichzeitig gilt es, warnend die Stimme zu heben. Der Sommer ist die Zeit, da die Tage wegtropfen wie der Honig vom Löffel. Die schönen Tage gehen dummerweise immer so furchtbar schnell vorbei.

Zudem müssen wir darauf hinweisen, dass da draußen gerade jetzt viele Gefahren lauern.

Im Kino zum Beispiel ist aktuell Godzilla unterwegs. Mit einem markerschütternden Urschrei. Der wurde übrigens designed. Aus einem netten Geräusche-Mix: Trockeneis auf Metall, Steinen, die zermalmt werden sowie Holzkisten, die übers Parkett gezogen werden.

Vor Godzilla müssen wir uns also nicht wirklich fürchten – in der Natur sieht es schon anders aus. Obacht! Dort geht's zur Sache. Nehmen wir zum Beispiel die Christrose – eine Giftschleuder. Es drohen Schleimhautreizung, Erbrechen, Durchfall, Pupillenerweiterung und unregelmäßiger Puls.

Ähnlich umwerfend, die Begegnung mit der Tollkirsche. Wer sie erwischt, fällt Halluzinationen, Krampfanfällen und Pulsrasen anheim. Selbst das harmlos wirkende Maiglöckchen kann Erbrechen, Durchfall, Herzrhythmusstörungen, Schwindel und Brustbeklemmung verursachen. Was auch für Kirschlorbeer, Engelstrompete und Efeu-Beeren gilt. Von der Herbstzeitlose wollen wir erst gar nicht reden, die war schon im Mittelalter die Lieblingspflanze der Giftmischer.

Dann ist da ja noch das orientalische Zackenschötchen, das – wie hier nebenan beschrieben – alles zuwuchern lässt. Wahrscheinlich verschwinden bald erste Orte. Irgendwann auch Menschen. Passen Sie also gut auf sich auf in den nächsten Wochen. Wenn was ist: laut schreien. Am besten ist, Sie halten immer Trockeneis, Metall und eine Holzkiste bereit.