Was am Wochenende los war? Wenig – vom Großbrand mal abgesehen. Zumindest am Samstagmorgen. Das Blitzeis war über uns hinweggefegt und sorgte dafür, dass die meisten Leute zu Hause blieben. Mal eben ins Auto springen und beim Bäcker Brötchen holen war jedenfalls vielerorts nichts drin: Bis man das Auto von der hartnäckigen Eisschicht befreit hatte, war Mittag.

Wer daheim blieb, konnte sich am Samstag in der Main-Post gleich durch vier Seiten „Fastnacht in Franken“ arbeiten. Wer da nicht närrisch wurde, wird es wohl nie mehr.

Noch närrischer wurde es am Wochenende übrigens, als eine Frage zum Landkreisfaschingsumzug am 9. Februar in Kitzingen auftauchte: Wann geht's eigentlich los? Im Internet fanden sich dazu gleich drei verschiedene Uhrzeiten: 13.33 Uhr, wahlweise auch 14 Uhr sowie 14.11 Uhr. Vielleicht kann man ja in diesem Jahr darüber abstimmen?

Immerhin steht fest, dass es einen 18. Landkreisfaschingsumzug gibt. Das war ja zuletzt gar nicht mehr so sicher, weil die Kosten von Jahr zu Jahr nach oben schnellten. Doch der Verkauf der „Wir sind Fasching“-Buttons hat dem Vernehmen nach ordentlich Geld in die Kassen gespült – Fasching darf also auch weiterhin gut und auch teuer sein.

Zu lange konnten wir uns dann aber doch nicht mit dem Fasching aufhalten, weil ganz andere Dinge in den Mittelpunkt rückten. Während wir daheim saßen, den Eisregen und seine Folgen vorbeiziehen ließen, einen Tee tranken und die Füße hochlegten, gab es zwei einstimmige Beschlüsse des Familienrates: 1.) Egal wann der Umzug startet – wir gehen auf alle Fälle hin. 2.) Wenn man mal etwas nicht weiß, ist das nicht weiter schlimm – weil Schulterzucken ab sofort als Sport durchgeht.