Kitzingen nimmt mit großem Ehrgeiz an der europäischen Ausgabe der „Entente florale“ teil, also dem „Bündnis für Blumen“. Das soll die Stadt schöner machen, bunter und lebenswerter; und mit diversen Kursen sollen die Bürger zu Gartenexperten weitergebildet werden.

Welche Blüten so etwas treiben kann, war bei der Sitzung der Kitzinger Karnevalsgesellschaft (siehe Seite 27) zu beobachten: Dort mussten die OB-Kandidaten ihren Fähigkeiten mit der Gießkanne beweisen. Dabei ging es aber nicht um die Fra-ge, wie man zarte Pflänzchen optimal gießt, sondern wie man dem grünen Plastikteil Töne entlockt – genauer gesagt: das Frankenlied.

Alle legten sich kräftig ins Zeug, es gab viel Gelächter, schiefe Töne. Das kennt man irgendwie aus dem Stadtrat, uns so wundert es kaum, dass mit Jens Oertel ein „Eindringling“ aus Castell bei dem Contest als Sieger hervorging. Der Mann ist noch unverbraucht, Stadtrats-ungeschädigt. Aber ehe sie ihn jetzt alle wählen gehen, noch ein fieser Gedanke: Wer sich auf den Umgang mit der Gießkanne versteht, muss nicht zwangsläufig der beste OB sein. Sie wissen schon: Politik mit der Gießkanne ist ja eher verpönt!