Wahlkampf-Blüten (Teil 3): Wahlkampf muss auch irgendwie schmecken. Das scheint man in Wiesentheid besonders gut zu wissen. So gab es dieser Tage ein Erstwählertreffen. Die CSU lud zu „einem leckeren Stück Pizza und einem Softdrink/alkoholfreiem Getränk“ ein, um bei der Gelegenheit „einen Blick auf die aktuellen Wahlzettel (Muster) zu werfen“.

Zeigen, wie wählen geht – das klingt im ersten Moment komisch, ist aber bei den anstehenden Kommunalwahlen vielleicht nicht die schlechteste Idee. Es gibt da nämlich verwirrend viele und teilweise auch unglaublich große Zettel, auf denen seltsame Sachen stehen: Dass man beispielsweise 70 Stimmen vergeben darf. Das überfordert nicht nur Erstwähler. Da ist es gut, dass die Smartphones einen Taschenrechner haben.

Die Konkurrenz in Form der Freien Wähler bietet derweil ebenfalls Gaumenfreuden an: Bürgermeisterkandidat Harald Rößner lädt zum politischen Frühstück. Oder besser gesagt: „politische Unterhaltung in privater Atmosphäre“. Wobei es so funktioniert, dass der Kandidat auf Einladung vor der Tür steht – samt „Brötchen und Hörnchen zum Frühstück“.

Falls ein voller Bauch gerne wählt, dürfte es in Wiesentheid am 16. März eine Rekordbeteiligung geben.

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