Was am Wochenende los war? Die Zeitumstellung sorgte für Probleme. Der Bahn kamen Züge abhanden. Kein Mensch weiß, was aus den Loks wird, die zwischen 3 und 2 Uhr unterwegs sind. Wenn es um 3 plötzlich wieder um 2 ist – was passiert denn mit der Bahnreisenden? Wie kommen die aus der Zeitschleife? Dass sich die Verlustmeldungen in Grenzen halten, ist letztlich nur einem Umstand geschuldet: Die meisten Züge haben sowieso eine Stunde Verspätung.

Immer mehr Menschen verstehen gar nicht, was es mit der Umstellung der Zeit auf sich hat. So werden Forderungen laut, gleich richtig an der Uhr zu drehen – von Sonntag, 21 Uhr, auf Freitag, 16 Uhr. Oder gleich zurück in die 80er.

Auf der anderen Seite gibt es Bestrebungen, ganz mit der Uhrdreherei aufzuhören. Weil die Zeitumstellung am Ende nichts anderes sei als der Jetlag des Proletariats.

Dass es jetzt langsam ernst wird mit dem Winter, zeigt sich nicht nur am Kleinen-Mann-Jetlag und daran, dass der Nachmittagskaffee im Düstern serviert wird – nein, es gibt noch ein viel untrüglicheres Zeichen: Das Fernsehen übertrug am Samstag stundenlang Skifahren

Ansonsten war am Sonntag ein dumpfes Grolles zu hören. Vermutungen, es könnte mit dem Weltnudeltag zusammenhängen oder sich um Auswirkungen des neuen Rekordsprungs des Google-Managers Alan Eustace in Florida handeln, erwiesen sich als haltlos.

Vielmehr kamen die Geräusche aus Nürnberg von Markus Söder, nachdem Horst Seehofer zum Vielleicht-doch-Horst wurde und eine erneute Kandidatur bei der Landtagswahl 2018 nicht mehr ausschließen wollte – obwohl er vorher das Gegenteil gesagt hatte. Noch ist aber nicht ganz klar, ob diese Ankündigung womöglich zwischen 2 und 3 Uhr am Morgen war – weil es sie dann natürlich gar nicht gibt.