Bad Kitzingen – das wäre es gewesen. Aber irgendwie sind wir dann doch knapp vorbeigeschrammt. Schade eigentlich. Zumal der Anfang vielversprechend war. Was mit einem Geburtstagskind zusammenhängt, das just auf stolze 100 Jahre zurückblicken kann: 1914 wurde der Luitpoldbau fertiggestellt.

Entstanden war der Jugendstilbau, weil man seinerzeit eine ergiebig Solequelle entdeckte. Das führte zu der Idee, ein Volks,- Sole,- und Kohlensäurebad als Prinzregent-Luitpold-Bad entstehen zu lassen.

Dummerweise funkte der Erste Weltkrieg dazwischen. Weshalb der Prunkbau zwar fertiggestellt aber nicht eingeweiht wurde. Das Bad diente dann über Jahrzehnte als Volksbad.

Nach der Eröffnung des neuen Sole-Hallenbades 1977 war das Kapitel dann beendet, statt Wasserratten tummeln sich seither – neben der Volkshochschule – vor allem Bücherwürmer in dem Haus.

Nachdem aus dem Bad nix geworden ist, trösten wir uns eben mit einem Titel, der unter einem Bild mit einer Stadtansicht im Kitzinger Amtsgericht hängt: „Fürstlich Brandenburgische Hauptstadt Kitzingen am Mainstrom im Land zu Franken.“ In einem solchen Strom geht selbst ein Bad baden.