Ein vermeintlich ruhiges Bänkchen in der Nähe des Parkplatzes auf dem Schwanberg. Vögel pfeifen. Die Sonne scheint. Ein paar Wanderer. Das Leben ist schön. Bis eine Jugendgruppe nach der anderen vom nahe gelegenen Schullandheim angelärmt kommt.

Eine Mischung aus Schnitzeljagd und Wissenstest führt die Jugendlichen zu den Hinweisschildern am Parkplatz. Die Fünfergruppen kommen im Minutentakt, der Anführer liest dabei immer diverse Fragen vor:

Welcher Ort liegt nördlich von Iphofen? Großes Rätselraten.

„Vielleicht die Stadt Schwanberg?“ kommt ein vorsichtiger Vorschlag. Weiter. Welcher Rundweg kommt am Birkensee vorbei? Die einen sind für den Zwergweg. Die anderen für den Froschweg.

Wie hoch ist der Schwanberg? „Alter, was sind das für Fragen!“

Die einen sind für 439 Meter. Die anderen für 459. Was also als Lösung hinschreiben?

Der Vorschlag „Schreib beides hin!“ wird mehrheitlich abgeschmettert. Aber es gibt ja heutzutage eine coole Lösung: googeln!

„Wer hat gutes Internet?“, will der Anführer wissen. Hektisches Drücken auf den Smartphones.

Die Erlösung: „Ich habe okayes Internet!“, ruft ein Mädchen in einer Sprache, die es so nur in der Nähe von Froschwegen gibt.

Das Interesse lässt ab Frage drei schlagartig nach. „Ich hasse das!“, lässt ein Jugendlicher seine Mitschüler wissen, was er von dem Herumgerenne mit Wissensabfrage hält.

Sein Nebenmann hat ebenfalls die Faxen dicke, will nicht mehr mitmachen und befindet: „Alles doof, draußen an der freien Luft“.

Was geschlossene Luft ist, wird leider nicht mehr beantwortet, weil die nächste Gruppe kommt.

Vielleicht lässt sich das im Internet beantworten, wenn die Verbindung wieder okayer ist.