Sommerliche Randnotizen (Teil 8): So ganz kann man es im Urlaub ja dann doch nicht lassen. Also ab ins Internet und gucken, was die Kollegen so machen.

Mal sehen, was auf www.mainpost.de so los ist . . . Sommerloch . . . Sommerloch . . . ah, hier wird es spannend: Eine Meldung über einen Wildpinkler. Samt Diskussion, ob so was in die Zeitung gehört. Oder ob man lieber dankend auf diese aufregende Neuigkeit verzichten sollte.

Ich selber war äußerst unschlüssig. Ich stellte mich bis zu den Waden in die Ostsee, verschränkte die Arme vor der Brust, starrte stundenlang auf den Horizont und dachte darüber nach, ob die Bedeutung dieser Nachricht für unser weiteres Zusammenleben überhaupt absehbar ist.

Es standen aber auch andere Sachen in der Zeitung. Da war beispielsweise von einem illustren Königinnen-Treffen zu lesen. Also keine echten. Die Repräsentier-Mädchen. Was es nicht alles gibt: Apfel-, Blüten-, Ernte-, Kartoffel-, Kirschen-, Mühlen- und Wurzelköniginnen. Selbst Erdbeer- und Nussknackerkönigin gibt es. Für jede Gelegenheit eine Königin. Da ist der Deutsche ja doch recht gründlich. Dabei würden Wein- und Spargelköniginnen voll und ganz reichen, wie jeder in Franken weiß.

Wer den Überblick bekommen will, was sich da in Deutschland an Königinnen tummelt, kann gerne mal unter www.deutsche-koeniginnen.de vorbeischauen.

Wo war ich stehen geblieben? Mit beiden Beinen im doch eher kalten Ostseewasser. Mit Blick starr auf den Horizont. Den Mitte-40-Geburtstag gerade einigermaßen überstanden. Dachte ich. Bis sich eine Midlife-Crisis breit machte. Über die kalten Füße wanderte sie nach oben. Es war also soweit. Man hatte ja genug darüber gelesen. Ich musste dringend etwas dagegen unternehmen.

Wobei noch nicht ganz klar war, ob ich mich für Buddhismus, Yoga oder Ayurveda entscheiden würde. Fortsetzung folgt