Ganz schön viele Erwachsene heute am Spielplatz. Es war nur ein kurzer Blick der Verwunderung. Dann galt die Aufmerksamkeit der Kindergartenkinder schon wieder den neuen Spielgeräten. In Windeseile war der Spielplatz am See an diesem Tag gefüllt mit Leben. Die einzelnen Stationen zogen die Kinder geradezu magisch an. Das Trampolin animierte zu ständig neuen Sprungrekorden, das Balancier-Seil zu geduldigem Austesten und der Stepper zu sportlichen Höchstleistungen.

„Das ist das schönste Lob, wenn man sieht, dass gleich losgespielt ist“, freute sich Dieter Pfrenzinger vom Städtischen Bauhof. Und auch Oberbürgermeister Siegfried Müller (UsW) konnte gut nachvollziehen, dass die kleinen Racker lieber spielen wollten, als den offiziellen Eröffnungsworten zu lauschen. Müllers Lob galt vor allem dem Team des Bauhofs. Die haben den milden Winter und die dadurch entstandenen freien Kapazitäten ausgenutzt, um den Spielplatz am See auf Vordermann zu bringen. Rund 10 000 Euro hat die Stadt investiert: Der Platz wurde nicht nur großflächiger angelegt, sondern bekam auch neue Spielgeräte und eine hübsche Sitzgruppe.

Spielplatzpatin Anni Schlötter war es, die den Antrag einst an die Stadt herangetragen hatte. „Hier gehört mal was gemacht“, waren ihre Worte. Und die wurden erhört. Die Ortssprecherin aus Sickershausen freut sich besonders, dass nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene von den Neuerungen profitieren. Mit dem Stepper und einem Bauch-Beine-Po-Trainer wurde nämlich ein Mehrgenerationen-Spielplatz geschaffen. „Ich war schon ein paar Mal hier“, verriet Anni Schlötter – und hofft, dass es ihr viele Erwachsene gleich tun. Wie OB Müller bemerkte, sollen auch das Balancier-Seil und das Trampolin Personen bis zu 100 Kilo leicht aushalten.

Die Kinder hat der neue Spielplatz schon überzeugt. „Die Wippe ist toll“, findet Lina und lässt ihre Freundin Madeleine gerade wieder in die Höhe sausen. Levin, Ben und Lenny toben sich inzwischen auf dem Trampolin aus – und dem kleinen Enrico entfährt beim Schaukeln vor Freude sogar ein Quietschen.

So voller Kinderlachen soll es auf dem Spielplatz immer zugehen, wünscht sich Anni Schlötter. Auf Unfälle und Vandalismus könne man gut und gerne verzichten. Den Segen Gottes gab es dafür auf jeden Fall schon mal von Pfarrvikar Stefan Eisert. Er war einer der Gäste, an denen es nun wahrlich nicht mangelte. Knapp 20 Personen wollten sich die Spielplatz-Einweihung nicht entgehen lassen.

Wenn jetzt bald noch das angesäte Gras zu sprießen beginnt, steht grenzenlosem Toben am See nichts mehr im Wege. Und sollte es den Kindern doch einmal langweilig werden, sollten sie sich an Dieter Pfrenzingers Tipp erinnern: „Im Stadtgebiet und in den Ortsteilen von Kitzingen gibt es insgesamt 38 Spielplätze.“ Da kann die warme Jahreszeit ja kommen.