Friedliche, fröhliche Leute mit Bändern und Blumen im Haar winken aus offenen Cabrios oder laufen im bunten Batikhemd über den Marktplatz: So könnte es am Sonntag in Kitzingen aussehen. Muss aber nicht. Noch wichtiger als

der Hippie-Look ist am verkaufsoffenen Sonntag, 6. April, die Stimmung: „Flower & Power“ ist beim Kitzinger Frühling angesagt.

Ob mit oder ohne Hippie-Klamotten: Die große Automeile und die offenen Geschäfte werden kurz vor Ostern sicher auch 2014 wieder ein Besuchermagnet. Doch diesmal gibt es noch mehr Verlockendes. Der Stadtmarketing-Verein und die Geschäftsleute sind voll auf den Wettbewerb Entente Florale eingestellt, bei dem Kitzingen jetzt – nach dem Triumph auf nationaler Ebene – auch europaweit einen guten Eindruck machen will.

Deshalb wird die Stadt besonders bunt und schön herausgeputzt, zum Beispiel auch mit Gießkannen, die das Team der Stadtgärtnerei liebevoll mit der „Kitzinger Mischung“ bepflanzt hat. Die Gießkannen sollen Farbtupfer in den Schaufenstern der Läden oder davor sein. Über den Köpfen der Besucher schweben zudem kleinere Gießkannen – sie geben den Halterungen für die Christbäume an Weihnachten eine neue Funktion, sollen zeigen: „Kitzingen ist im Entente-Fieber.“

„Das gibt fast ein bisschen San-Francisco-Feeling in Kitzingen.“
Claudia Biebl, Stadtmarketing-Verein

Neu ist auch der grüne Markt. Wer möchte, kann quasi auf einem grünen Teppich durchs Bürgerbräu-Areal flanieren und sich von Blumen, Gemüse, Sämereien und Honig inspirieren lassen. Vom Apfelhof Zörner bis hin zu Sport Matthaei, wo E-Bikes getestet werden können, helfen allerhand „grüne“ Gedanken dem Frühling auf die Sprünge.

Auf der großen Automeile zwischen Falterturm und Rathaus präsentieren die Autohändler Raritäten und Neuheiten. Wer nach einem Bummel durch die Kitzinger Innenstadt Lust zum Ausruhen hat, der wird vielerorts und natürlich auch auf dem Marktplatz einen Platz an der Sonne finden.

„Die Gastronomen haben versprochen, das Motto der Entente Florale aufzunehmen und leckere Frühlingsgerichte auf die Karte zu setzen“, macht Claudia Biebl schon mal Appetit. Die Vorsitzende des Stadtmarketing-Vereins freut sich, dass auch von den Geschäftsleuten interessante neue Ideen kommen: Das Weinbistro am Markt wird zum Beispiel am Königsplatz eine schicke Weinlounge einrichten.

„Das gibt fast ein bisschen San-Francisco-Feeling in Kitzingen“, freut sich Biebl. Sonne, gute Musik, leckeres Essen, für die Männer schicke Autos, für die Frauen schicke Kleider und für die Kinder abenteuerliche Spiele: Bis auf den Sonnenschein – für den es noch keine Garantie, aber gute Aussichten gibt – werden am Sonntag, 6. April, in Kitzingen alle Wünsche erfüllt. Von drei Kitzinger Bands gibt es was auf die Ohren: Das Duo Le.cker, Stedred und Double-One spielen am Falterturm, am Königsplatz und am Marktplatz.

Während sich die Großen einen Stadtbummel gönnen, zieht es die Kinder Richtung Platz der Partnerstädte. Zwischen Landratsamt und Evangelischer Stadtkirche wartet nicht nur das beliebte Bungee-Trampolin, das Jungs und Mädels – schön angegurtet – in luftige Höhen befördert. Heuer gibt es auch ein Novum: Eine riesige Hüpfburg steht bereit, die ihrem Namen „Titanic“ alle Ehre macht. Ein Teil der Hüpffläche ist schräg, so dass es doppelt Spaß macht, über die Luftwellen zu reiten.

Während des Kitzinger Frühlings wird die Altstadt frei von Durchgangsverkehr sein. Vom Falterturm bis zum Gustav-Adolf-Platz sind deshalb auch die Luitpold- und die Kaiserstraße gesperrt.

Weitere Infos gibt es auf der neugestalteten Website des Stadtmarketing- Vereins: www.stmv.info

Das Programm am Sonntag

Der Kitzinger Frühling beginnt am Sonntag um 13 Uhr in der Innenstadt, um 18 Uhr ist Schluss. Insgesamt gibt es laut Plan des Stadtmarketing-Vereins Kitzingen 50 Anlaufpunkte, Firmen sind es noch deutlich mehr. Die Geschäfte im gesamten Veranstaltungs- bereich haben von 12.30 Uhr bis 17.30 Uhr geöffnet.

Die Automeile ist ein Publikumsmagnet. Vertreten sind unter anderem Mercedes Benz (Iglhaut), BMW (Tief-Dörfler), VW, Audi (Spindler), Mazda (Gold), Toyota (Hertkorn) und Ford (Stier); dazu kommen Zubehörfirmen, Werkstätten,, Reifenhändler, Fahrschulen und das Bayerische Rote Kreuz mit Rettungswagen. noh