Große Persönlichkeiten der Kitzinger Geschichte bekommen bald einen modernen Auftritt an Gebäuden der Stadt: Erinnerungstafeln aus Acrylglas werden die Namen und Geschichte von – bislang 13 – Personen der Stadtgeschichte tragen. Der Stadtrat stimmte am Donnerstagabend mit klarer Mehrheit (26:2) dem Vorhaben zu.

„Ziel war es, zeitgemäß etwas zu entwickeln, das auch sehr informativ ist“, betonte Stadtheimatpfleger Harald Knobling als „Vater“ der Erinnerungstafeln. Die sind acht Millimeter stark, tragen ein Bild der jeweiligen Persönlichkeit und einen QR-Code. Wer das grafische Viereck mit seinem Smartphone ablichtet, bekommt so den Zugriff auf jede Menge Information zur jeweiligen Person.

Die modernen Erinnerungsstücke aus Plexiglas sollen schon sehr bald die Stadt schmücken. Wie Stadtarchivarin Doris Badel – mit Knobling und Verleger Gerd Högner im Entwicklungsteam – erklärte, sollen bis zum Jahresende sechs bis sieben Tafeln an Kitzinger Häusern hängen. Der Rest wird laut Stadtratsbeschluss bis Ende 2015 einen passenden Standort haben.

Die zeitgemäße Lösung macht nicht nur optisch einen guten Eindruck, sondern ist im Vergleich zu Metallguss-Lösungen geradezu ein Schnäppchen. Während letztere mit Gravierung – laut Verwaltung – zwischen 2500 und 3000 Euro kosten würden, liegt die Plexiglas-Variante pro Stück bei gut 300 Euro, wie Knobling im Stadtrat erklärte.

Die 13 Persönlichkeiten – darunter nur zwei Frauen – sind nach Badels Worten keine unumwandelbare Festlegung. Bislang habe die Arbeitsgruppe nur solche Personen ausgesucht, „die hier wirklich gewohnt haben“. Weitere Bürger mit erinnerungswürdiger Vergangenheit könnten noch kommen – als Anregung aus der Bevölkerung.

Über wichtige Menschen mit Verbindungen zur Siedlung habe der dortige Arbeitskreis bereits nachgedacht, sagte ÖDP-Stadträtin Andrea Schmidt. Einer, der hier gut passen würde, wäre aus ihrer Sicht der Gründervater der Siedlung, Anselm Caliz. Der würde sicherlich gut in die Reihe der 13 passen, zu denen der einstige Bürgermeister Andreas Schmiedel oder der Chronist Bartholomäus Dietwar gehören.