So, das wäre schon wieder vorbei. Das heißt, fast. Einen Tag müssen die Fastnachtsmuffel noch durchhalten, dann läuft das Leben wieder in mehr oder weniger geregelten Bahnen, ohne Helau und so.

Dabei kann man in diesem Jahr fast nicht maulen. Denn am 17. Februar ist es normalerweise noch lange nicht vorbei. 2015 schon und 2016 haben die Narren noch weniger Zeit, sich auszutoben. Da ist bereits am 9. Februar Fastnachtsdienstag. Allerdings gleicht sich das ein Jahr später mehr als aus: 2017 wird ein schlechtes Jahr für Faschingsmuffel. Da können die Narren sogar bis zum 28. Februar feiern.

Egal ob kurz oder lang, man muss irgendwie durch. Das war schon immer so und meistens haben es alle überlebt. Wer es bisher durch die voll besetzten Säle und Prunksitzungen geschafft hat, wird den Rest auch noch packen, zumal das Ende in frischer Luft stattfindet.

Am letzten Tag von Fasching, Fastnacht und Karneval geht's traditionell auf die Straßen: In diesem Jahr zuallererst in Dettelbach, wo im dreijährigen Wechsel nach Kitzingen und Volkach der Landkreisfaschingsumzug Station macht. Dazu kommt der etwas überschaubarere Umzug in Geiselwind. Und auch die Marktbreiter werden trotz der übermächtigen Konkurrenz in Dettelbach wieder jede Menge Zuschauer haben. Also, Augen auf und durch und immer dran denken: Morgen ist alles vorbei, auch das Finale in Dettelbach.

Ach ja, und wenn jemand noch unvermittelt einen Trinkspruch brauchen sollte, hier ein paar zur Auswahl: Es trinkt der Mensch, es säuft das Pferd, beim (Name bitte einsetzen) ist es umgekehrt. Oder: Das Wasser gibt den Ochsen Kraft, beim Menschen ist's der Rebensaft. Wir wollen keine Ochsen sein und trinken deshalb Frankenwein. Oder, aber nur für kurz vorm Kehraus: Der Kopf tut weh, die Füße stinken, es wird Zeit, ein Bier zu trinken. Das müsste reichen.

Dienstags-Dischli, das sind mehr oder weniger tiefschürfende Gedanken der Expertenrunde an den Steh-Tischen (fränkisch: Dischli) in der Kitzinger Fußgängerzone. Zu lesen – selbstredend – immer dienstags in dieser Zeitung.