Kein Wort über das Wetter. Das am Wochenende war „nichts“. Manche sagen auch „gar nichts“, oder „überhaupt gar nichts“. Und über nichts zu reden, ist langweilig.

Dennoch drückt das ein bisschen aufs Gemüt. Kleine Aufmunterung wäre nicht schlecht. Zwei Möglichkeiten sind heute im Angebot.

Eine kommt aus einer völlig unerwarteten Richtung und aus dem Briefkasten. Da lag jetzt eine Nachricht aus Bayreuth. Genauer gesagt vom Kirchensteueramt. Jetzt ist ein Schreiben vom Finanzamt oder auch Kirchensteueramt der Evangelisch Lutherischen Kirche in Bayern normalerweise nicht unbedingt dazu geeignet, die Laune aufzuhellen.

Aber siehe da, diesmal ist es anders. Das Amt bedankt sich bei dem „sehr geehrten“ Steuerzahler. Ja, so was gibt es. „Mit diesem Schreiben möchte ich Ihnen im Namen der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern für ihre Kirchensteuerzahlung im zurückliegenden Jahr herzlich danken“, heißt es in dem Brief der Leiterin Waltraud Birkel. Schön, oder? Da kann ein bisschen Stimmung aufkommen. Wenn nicht, bietet sich der Spruch an: „Wenn du denkst, es geht nicht mehr, kommt irgendwo ein Lichtlein her. “ Wem das nicht handfest genug ist, kann die leicht abgeänderte und im Internet kursierende Version nehmen: „Wenn du denkst, es geht nicht mehr, mach dein Glas Nutella leer.“ Das soll der guten Laune nachhelfen. Auch wenn das mit der Fastenzeit und so nicht direkt kompatibel ist und die Frau Birkel das vermutlich so nicht überschreiben würde. Aber wer weiß das schon, in Zeiten, in denen sich Finanzämter bedanken.

Dienstags-Dischli, das sind mehr oder weniger tiefschürfende Gedanken der Expertenrunde an den Steh-Tischen (fränkisch: Dischli) in der Kitzinger Fußgängerzone. Zu lesen – selbstredend – immer dienstags in dieser Zeitung.