Na war ja klar. Auch die Etwashäuser sind am Supersommer und den Rekordtemperaturen in Kitzingen nicht vorbei gekommen. Auf einem der Wagen beim Kirchweihumzug am Sonntag wurden die 40,3 Grad vom 5. Juli und  7. August gewürdigt.

Auch klar, dass so was bei einer Kirchweih nur in Versform geht und zwar so: Bei 40,3 Grad plus, der Gärtner noch mehr schwitzen muss. Denn im Treibhaus unterdessen, hat man 56 Grad gemessen.

Dass man da ins Schwitzen kommen kann, stimmt vermutlich. Außerdem haben die Etwashäuser Kitzingen zu Hitzingen und gleichzeitig zur Etwashäuser Vorstadt gemacht. Das mit Hitzigen ist nicht mehr ganz so originell, schon zig-fach auf Facebook gepostet worden, geht aber scheinbar immer noch.

Aber sonst war's wieder ganz nett am Sonntag. Punkt 13.30 Uhr hat sich die Sonne sehen lassen. Alles in Ordnung und jede Menge Leute unterwegs. Da kommt man leicht ins Gespräch, vor allem wenn es um Klima und Wetter geht. Einer war wieder dabei, der den ultimativen Beweis für den Klimawandel im Landkreis gefunden hatte. Überall auf den Äckern blüht jetzt der Raps, hat er erzählt. Zum zweiten Mal im diesem Jahr ein Symphonie in Gelb, hat er geschwärmt.

Hat sich überzeugend angehört. Das mit der zweiten Rapsernte im Jahr wird aber nichts. Das Gestrüpp, das da auf den Äckern rumsteht, ist schlicht und einfach Senf. Das ist eine Zwischenfrucht, schützt den Boden und klatscht beim ersten Frost komplett in sich zusammen. Alles also nur ein gelbes Missverständnis.

Die Dienstags-Dischli, das sind mehr oder weniger tiefschürfende Gedanken der Expertenrunde an den Steh-Tischen (fränkisch: Dischli) in der Kitzinger Fußgängerzone. Zu lesen – selbstredend – immer dienstags in dieser Zeitung.