Was für eine Vorhersage: Erst Gewitter. Möglicherweise auch Unwetter. Dann hört es drei Tage nicht auf zu regnen.

So ähnlich wie vom Wetterbericht vorausgesagt kam ja dann auch. Es wurde gefühlt noch einmal Herbst, ausgerechnet der Vatertag ging unter. Statt feuchtfröhlich eher feuchtscheußlich. Da musste dann der Weinfestbesuch in Nordheim ebenso ausfallen wie ein Abstecher zum Würzburger Weindorf, wo das diesjährige Motto „Flirten mit Wein“ die Vermutung zulässt, die Veranstaltung könnte von einer Singlebörse gesponsert sein.

Aber wie gesagt: es regnete. Und regnete. Also zogen es viele Väter vor, im Trockenen zu bleiben und sich das eine oder andere Bierchen daheim zu genehmigen – was prompt auch gleich wieder zu Missverständnissen führte. Er: „Schatz, wo ist das Bier?“ Sie: „Hast du mal auf die Uhr geschaut?“ Er: „Doch, aber da ist es auch nicht!“

Netter Dialog. Genau so schön wie der Spruch, den wir in einem Lottoladen aufschnappen durften: „Ich kam, sah und vergaß, was ich vorhatte.“

In Kitzingen herrschte derweil neben Gewitter- auch Bombenstimmung. Nein, der Stadtrat hat nicht getagt. Am Flugplatz waren Bomben entdeckt worden. In den einstigen Harvey Barracks kamen vier 50-Kilo-Sprengbomben zum Vorschein.

Um echte Granaten – auch wenn der Übergang jetzt etwas gewagt erscheint – drehte sich unterdessen alles im Internet. Das Bayerische Fernsehen (BR) suchte „Bayerns schönste Kuh!“ und hatte zum fröhlichen Online-Voting gebeten. Unsere unterfränkische Vertreterin aus Reupelsdorf musste sich dabei mit einem hinteren Platz zufrieden geben und das Feld einer Oberbayerin überlassen. Mit Regina aus Otterfing, so schreibt der BR, habe eine charmante Murnau-Werdenfelserin, eine alte, fast ausgestorbene Kuhrasse, gewonnen.

Das lassen wir mal so gelten. Gleichzeitig wollen wir unsere stolze Reupelsdorfer Kuh hiermit zur Siegerin der Herzen erklären.

Eine Herzensangelegenheit ist für viele Franken auch der eigene Tatort. Um so größer die Freude über die Nachricht, dass der erste fränkische Tatort im Sommer gedreht und – hört, hört – himmlisch wird.

Zumindest lässt das der Titel vermuten: „Der Himmel ist ein Platz auf Erden“. Was dafür spricht, dass der Franken-Tatort nicht in Nürnberg spielen kann – sondern ausschließlich hier bei uns, im himmlischsten Landkreis der Welt.

Die Woche blickt immer samstags zurück, was unseren Autoren in den vergangenen sieben Tagen aufgefallen ist.