Was wir diese Woche gelernt haben? In Kitzingen fand ein Arzt-Patienten-Seminar statt, bei dem es um Bluthochdruck und darum ging, wie man den Idealwert 140 zu 90 erreicht.

Da hätten man in Prichsenstadt lieber mal aufgepasst – dort werden inzwischen bedenkliche Ausschläge erreicht. Mittlerweile enden sogar Bürgerversammlungen im totalen Fiasko.

Was dabei besonders erstaunt: Während sich nach den Wahlen die Gemüter gemeinhin beruhigen, ist es in Prichsenstadt genau umgekehrt. Und René Schlehr sollte tunlichst aufpassen, dass nicht gleich der nächste Bürgermeister verschlissen wird.

Von der Kitzinger Klinik wäre es übrigens ein feiner Zug, wenn sie den nächsten Blutdruck-Vortrag vielleicht direkt im Prichsenstädter Rathaus abhalten würde.

Wieder etwas gelernt – das galt auch für einen Reisebericht der Selbsthilfegruppe Schlafapnoe im Landkreis Kitzingen. Die Herrschaften waren in Alfeld an der Leine, um Deutschlands einzigem Schnarchermuseums einen Besuch abzustatten.

Ein Schnarchermuseum. Jetzt fragen wir uns natürlich, wer oder was da ausgestellt ist? Vielleicht der eine oder andere Politiker? Autofahrer, die auf der B 8 maximal 60 fahren, obwohl 80 erlaubt ist? Oder vielleicht der schnarchlangweilige Europawahlkampf (heimische Kandidatinnen ausdrücklich ausgenommen)?

Immerhin kann man sich gut merken, dass am 25. Mai in Deutschland 25 Parteien antreten. Darunter Gebilde, die so griffige Namen haben wie „Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative“ oder auch „AUF – Partei für Arbeit, Umwelt und Familie, Christen für Deutschland“. Wobei man sich bei manchen Wahlwerbespots im Fernsehen schon gefragt hat, ob vielleicht der europäische Comedy-Preis zur Wahl steht.

Bereits entschieden ist die Wahl

zum Spruch der Woche. Trotz Hitzewelle haben wir in der Redaktion ein wenig klar Schiff gemacht. Frisches Grün, freie Sicht zwischen den Schreibtischen. Nach Jahren haben sich die Kollegen endlich mal wieder sehen können.

Alle halfen mit – bis auf einen. Immerhin begründete er seine strikte Ablehnung eingehend: „Aufräumen? Das kann ich auch morgen in zwei, drei Jahren machen!“

Vielleicht aber auch erst nach der nächsten verschnarchten Europawahl.

Die Woche blickt immer samstags zurück, was unseren Autoren in den vergangenen sieben Tagen aufgefallen ist.