Es geht was um. Die erste Herbst-Grippewelle. Meist passiert das exakt zur Wies'n – und scheint kein Zufall zu sein, wie das Beispiel einer Kollegin zeigt. Weshalb sie sich zum Auftakt des schönsten Nach-dem-Bier-ist-vor-dem-Bier-Volksfestes der Welt den Sommeracher Winzern anschloss, um beim Einzug der Wies'n-Wirte hautnah dabei zu sein. Schnell wurde noch ein ewig schönes Guad-schaugsd-aus-Dirndl gekauft, was insofern eine Top-Nachricht ist, als die Kollegin ursprünglich aus Dortmund kommt.

Alles war angerichtet, alles war schick – bis der große Regen kam. Aus der Kollegin wurde ein begossener Pudel, der sich eine ausgewachsene Erkältung einfing. Mit den Bazillen im Schlepptau wurde wenig später die ganze Redaktion vollgeniest, was wiederum ein Kollege so umwerfend fand, dass er seinerseits mit Fieber und einer Stimme wie einst Amanda Lear auf das Krankenbett sank. Oder, wie der Münchner sagen würde: Do legst di nieda!

Weil wir gerade beim begossenen Pudel waren: Wir mussten diese Woche eine höchst unschöne Geschichte von einem Hundehalter in Kitzingen lesen. Der Mann hatte das große Geschäft seines Vierbeiners nicht weggemacht und wurde deshalb von einer jungen Frau angesprochen.

Was dann passierte, ist der Knaller: Der Mann wurde frech, beleidigte wild in der Gegend herum und drohte, die Frau mit den Hinterlassenschaften zu bewerfen.

In der entsprechenden Polizeimeldung hieß es übrigens, der Rüpel habe sich geweigert, „für die Entsorgung der Extremitäten“ zu sorgen.

Nachdem Extremitäten die Gliedmaßen sind, stellen wir uns das mit der Entsorgung doch ein wenig schwierig vor. Es spricht vieles dafür, dass die Exkremente gemeint waren. Also Produkte, die dem Magen-Darm-Trakt entstammen.

Jetzt den Übergang zum Weltschulmilchtag zu schaffen, ist nicht ganz einfach. Den gab es diese Woche ebenso zu feiern wie den Stell-eine-dumme-Frage-Tag und den Tag des Butterbrotes.

Ersteres wurde dem Anlass entsprechend von den Grundschülern der Kitzinger Siedlung auf dem Milchviehbetrieb der Familie Drobek in Willanzheim begangen. Das mit den dummen Frage ist keine Kunst und passiert jeden Tag. Nur der Butterbrot-Tag ging ziemlich unter. Vielleicht ja deshalb, weil in Bayern – nicht nur zur Wies'n-Zeit – sowieso alles in Butter ist.

Die Woche blickt immer samstags zurück, was unseren Autoren in den vergangenen sieben Tagen aufgefallen ist.