Im Alter wird man ruhiger. Da ist was dran. Beispielsweise regst du dich nicht mehr über den Montag auf – sondern findest gleich die ganze Woche blöd.

Nachdem nun allerdings die 24. Woche des Jahres mit einem Feiertag anfing und überall eine gewisse Pfingstferien-Ruhe herrschte, war dann alles – trotz des angesprochenen Alters – doch nicht ganz so doof.

Wenn da nur diese Hitze nicht gewesen wäre. Kitzingen marschierte mit 36,9 Grad auf dem Weg in die Tropen forsch voran: Der heißeste Ort Deutschlands. Rekordhitze, offiziell gemessen vom Deutschen Wetterdienst!

Das ist wichtig zu erwähnen, weil einige Zeitgenossen gleich losmeckerten, dass es bei ihnen auf dem Betonboden der Südseiten-Terrasse viel wärmer gewesen sei. Glauben wir gerne, zählt aber nicht, weil für die Messung gewisse Voraussetzungen nötig sind. Der Betonboden der Südseiten-Terrasse zählt nicht dazu.

Die Nachricht vom heißen Kitzingen bahnte sich ihren Weg hinaus in die Welt. Alleine auf der Facebook-Seite der Kitzinger Redaktion ( www.facebook.com/mainpost.kt ) wurde die 36,9-Grad-Nachricht bisher 10 264 Mal angeschaut und 68 Mal geteilt.

Da ließen nette Kommentare nicht lange auf sich warten. Einer meinte, dass Kitzingen auch ohne Hitze ganz schön heiß sei. Nach Amerika ausgewanderte Kitzinger meldeten sich zu Wort und waren mächtig stolz, dass ihr Kitzingen nunmehr mit dem Slogan „the hottest town in Germany“ angeben kann. Hitze-City eben.

Gut möglich, dass sich das hotte Kitzingen bis ganz nach oben herumgesprochen hat. Dort kreist gerade Alexander Gerst herum, unser Mann im All. Geben Sie den Namen ruhig mal bei Facebook ein oder googeln ein wenig – es lohnt sich! Jeden Tag schickt der Mann Bilder aus der Raumstation und die Welt von oben gibt's auch zu sehen – faszinierend!

Die Jungs da oben spielen sogar Fußball. Unser Mann machte dabei als Torwart eine derart gute Figur, dass uns nicht bange ist, was das Titelrennen in Brasilien anbelangt. Zum Auftakt am Donnerstag wurden die Kroaten gleich mal betrogen. Aber es gab auch einen Lichtblick: Nirgendwo nerven Vuvuzelas. Eine Wohltat. So richtig Ruhe ist aber auch nicht – weil jetzt Oliver Kahn so viel redet. Er ist der Beweis, dass man im Alter vielleicht doch nicht ruhiger wird.

Wir nehmen derweil auch kommende Woche wieder Anlauf, ruhiger zu werden und uns nicht zu sehr aufzuregen. Könnte klappen, nachdem am Donnerstag bereits der nächste Feiertag lauert.

Die Woche blickt immer samstags zurück, was unseren Autoren in den vergangenen sieben Tagen aufgefallen ist.