Diese Woche war internationaler Tag der grundlosen Nettigkeiten. Was insofern erstaunlich ist, als es scheinbar heutzutage einen Grund benötigt, um nett zu sein. Passt aber irgendwie in die Zeit, die gefühlt jeden Tag mehr grundlose Frechheiten hervorbringen – was hier nebenan in aller gebotenen Deutlichkeit nachzulesen ist.

Deshalb gilt es, einen Gegentrend zu setzen – mit lauter netten Nachrichten. Die vielleicht schönste Info diese Woche kam von der Essensfront: Pizza kann Wunderdinge. Sie soll zum einen das Herzinfarkt-Risiko um die Hälfte senken. Und, gerade jetzt in den Fastenwochen wichtig: Wenn man die Pizza im Ofen schwarz werden lässt, hat man auf einen Schlag mal eben 800 Kalorien verbrannt.

Gute bis sehr gute Nachrichten auch aus Kitzingen. Die Stadt soll eine Marke werden. Zum Beispiel als Fitness-Stadt. Kitzinger Fitnessstudios wollen auf dem Gartenschaugelände kostenlose öffentliche Trainingsstunden anbieten. Quasi als Gegentrend zur verbrannten 800-Kalorien-Pizza.

Die Große Kreisstadt hat allerdings noch mehr vor. Auf der Mondseeinsel könnten – so ein erster Plan – magische Mond-Festivals stattfinden. Wobei das Schönste an der Mondseeinsel ist, dass es dort keine Ampeln gibt. Hier hatte sich Kitzingen zuletzt ja auch zu einer Marke entwickelt: Die Stadt der roten Stau-Ampeln.

Wer wissen will, was eine echte Marke ist, muss den Blick gen Prichsenstadt wenden. Dort gibt es mit Hermann Schloßnagel einen neuerdings preisgekrönten leibhaftigen Nachtwächter. Seit 1989 führt der Mann die Gäste durchs Städtchen, wofür es jetzt die Medaille für besondere Verdienste um die bayerische Gastlichkeit gab. Wir melden uns hiermit schon mal für eine der nächsten Führungen an.

Wobei wir am besten schon mal anfangen, ein wenig vorzuschlafen, weil es da ein kleines Problem gibt: Vier Stunden Schlaf täglich reichen uns zwar. Nachts brauchen wir allerdings mindestens das Doppelte.

Um wieder auf die Jetzt-wird-es-positiv-Ausgangslage zurückzukommen – wir hätten da zum Abschluss noch etwas Nettes. Diese Woche bekamen wir nämlich auf recht eindrucksvolle Weise den Unterschied zwischen einem Optimisten und einem Pessimisten erklärt.

Der Pessimist schreckt nach vier Stunden Schlaf hoch und stöhnt laut auf: „Nicht schon wieder! Wie ich diese blöden Kreislaufprobleme hasse!“

Der Optimist steht nach acht Stunden auf, gähnt gar herzhaft, umarmt sein Bett voller Inbrunst und freut sich wie Bolle: „Klasse, heute dreht sich mal wieder die ganze Welt nur um mich!“

Die Woche blickt immer samstags zurück, was unseren Autoren in den vergangenen sieben Tagen aufgefallen ist.