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Die Volkacher Bäder sind der Stadt lieb und teuer, und: Beide brauchen dringend eine millionenschwere Sanierung. Das Freibad ist noch ein Wackelkandidat, das Hallenbad ist Richtung Zielgerade unterwegs. Die Pläne für das Genehmigungsverfahren sind laut Bürgermeister Peter Kornell fertig – das 6,2 Millionen Euro teure Vorhaben steht damit vor der wohl letzten Hürde.

Die geplante Rundumkur für das Bad ist das Ende einer schwierigen finanziellen Beziehung. Weil Jahr für Jahr 200 000 bis 300 000 Euro an Defizit zusammenkamen und die teure Sanierung drohte, griff die Stadt in ihrer Finanznot zu einem Mittel der Verzweiflung.

Schenkung abgelehnt

Volkach versuchte im Jahr 2010 das Hallenbad an den Landkreis zu verschenken. Der lehnte dankend ab. Schon vor den Türen der jeweiligen Kreistage scheiterte 2015 der Versuch, die Kostenlast für das ebenso defizitäre Freibad einem Zweckverband der Landkreise Kitzingen Schweinfurt und Würzburg aufzubürden.

Immerhin: Der Freistaat wird den Volkachern bei der Sanierung des Hallenbads unter die Arme greifen. Schließlich wird es als Schulschwimmstätte stark genutzt. Nur: Mit wieviel Geld die Generalsanierung mitfinanziert wird, weiß Kornell nicht: „Wir hoffen auf 50 Prozent“.

Ehrgeiziger Zeitplan

Ehrgeizig ist der Bauzeitenplan für die komplette Erneuerung – vom neuen Dach über die Auskleidung des Schwimmbeckens, von neuen Duschen und Umkleiden bis hin zur Badetechnik, der Erneuerung schadhaften Betons, behindertengerechten Zugängen und runderneuerter Wasseraufbereitung. Die Arbeiten sollen Anfang 2017 beginnen. Kornell rechnet dann mit 12 bis 14 Monaten Bauzeit, bis das neue Bad seine Pforten öffnet.

Ob bis dahin das Schicksal des Freibads geklärt ist, weiß derzeit keiner. Der Förderverein Volkacher Bäder setzt sich für den Erhalt ein, nur den entscheidenden Rettungsring hat auch er noch nicht gefunden.