Wie feiert man einen Weltklotag gebührend? Diese Frage stellte sich am Samstag recht eindringlich – bis das Unfassbare geschah: Ein Fußballclub aus München musste seine erste Niederlage unter dem neuen Trainer hinnehmen. Puh, das hatte was von Weltuntergang. Eine Krise, die selbst der Wahl in Amerika nicht das Wasser reichen konnte.

Cool blieb nur Bayern-Kapitän Philipp Lahm, der die Niederlage so auf den Punkt brachte: „Das ist doch schön für die Liga, das haben sich doch alle gewünscht.“

Genau so ist es: Endlich mal wieder Spannung an der Tabellenspitze – manche konnten sich schon gar nicht mehr an dieses Gefühl erinnern. So wie immer weniger Menschen nicht mehr wissen, dass es vor Angela Merkel schon andere Kanzler gab.

So ein Wochenende bietet ja auch immer Gelegenheit, ein wenig runterzukommen. Zumal viele ungeahnte Freizeit hatten, weil in Unterfranken der Fußball ruhte. Ein schöner Sinnspruch über das Leben dazu lautet: Akzeptiere was ist, lass gehen was war und vertraue auf das, was kommen wird.

Es soll auch Leute gegeben haben, die neben dem Meditieren auch Zeit fanden, um den ersten Schwung Weihnachtsplätzchen zu backen. Dieser Duft – alles Jahre wieder ein Erlebnis.

Was auch alle Jahre wieder gleich ist: Innerhalb eines Tages sind die ersten Plätzchen auch wieder weg. Irgendwie seltsam: Da öffnet man mal kurz die Keksdose – und schon verdampft alles auf unerklärliche Art.

Zur vorweihnachtlichen Zeit – die übrigens in Rödelsee wieder vorbildlich eingeläutet wurde, wie der Bericht auf Seite 36 zeigt – gehört natürlich auch der eine oder andere Dominostein. Hier heißt es aufpassen: Ein Buchstabendreher und man hat einen Dominasteine. Bevor Sie jetzt Bilder im Kopf haben: Einfach weiter meditieren und auf das vertrauen, was kommen wird.