Irgendwie hat man manchmal das Gefühl, sich nur noch im Kreise zu drehen. Diese Erkenntnis kommt mir jedes Mal kurz vor Weihnachten, wenn man wie im Hamsterrad noch schnell Einkäufe erledigen, Weihnachtspost schreiben und das Festmahl für die Familienfeier richten soll.

Es dreht sich weiter

An Weihnachten selbst sitzt man dann endlich in gemütlicher Runde beisammen. Und schon drehen sich die Gespräche mit der Verwandtschaft im Kreis: Nimmt man eher zwischen Weihnachten und Silvester zu oder zwischen Silvester und Weihnachten? Hast du solche Socken nicht schon letztes Jahr geschenkt bekommen? Und Mamas Parfümfläschen findet kaum noch Platz im Schrank neben denen aus den Vorjahren. Die Wiederkehr des Gleichen.

Die Kreisstraße

Neulich ist sogar der Kreis(!)tag um die Frage gekreist, ob die Zufahrt auf den Schwanberg eigentlich eine Kreisstraße bleiben soll. Sie muss nämlich saniert werden, und das geht für den, dem sie gehört, ins Geld. Ein Leser hat den Zeitungsbericht darüber so kommentiert: „Klar ist das eine Kreisstraße. Da fährt man rauf, kreist ein paar Mal um den Parkplatz und findet keinen freien Stellplatz. Frustriert fährt man den Berg wieder runter und kreiselt kurz darauf um den Kreisverkehr bei Rödelsee heimwärts. Mehr Kreisstraße geht doch kaum.“

Die Spitzbuben

Was für ein Spitzbub! Apropos: Zu Weihnachten hat die CSU-MdB Anja Weisgerber Plätzchen verschickt – jedenfalls fast. Sie hat der Redaktion ein Plätzchen-Rezept zukommen lassen. Entweder hatte sie keine Lust zum Selber-Backen oder sie hat es nicht gelernt oder die klebrigen Kekse haben nicht in den Briefumschlag gepasst. Macht ja nichts; wir haben uns jedenfalls vom Rezept inspirieren lassen – genauer gesagt vom Namen des Gebäcks: Spitzbuben.

Im Redaktionskreis haben wir diskutiert: Hat die Weisgerberin die „Spitzbuben“ absichtlich für ihre Empfänger ausgesucht, oder nahm sie damit Bezug auf den Absender, oder sollte das ein Gruß sein von einem Spitzbub an den anderen?

Unsere Gedanken drehten sich im Kreise, ohne auf die Lösung zu kommen. Jedenfalls sehen die Fotos von den Plätzchen sehr schön aus. Die „Spitzbuben“ sind zwei aufeinandergelegte Teigstücke mit einem Klecks Marmelade darin und Puderzucker darauf. Und wie könnte es anders sein: natürlich kreisrund.

Die Woche blickt samstags zurück, was unseren Autoren aufgefallen ist.