Da staunten Renate und Norbert Schneider aus Nenzenheim nicht schlecht, als eine ihrer 21 Kühe vor wenigen Wochen bereit war, ihr Kalb auf die Welt zu bringen. Denn die Landwirte holten nicht nur ein, nicht zwei, sondern gleich drei kleine Bullen-Kälber ans Tageslicht.

Eine seltene Geburt

Kälber-Drillinge – das gibt es nicht alle Tage, und die meisten Tierzüchter erleben solch eine Geburt nie im Leben. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Kuh Drillinge auf die Welt bringt, liegt laut der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft bei 0,007 Prozent. Noch niedriger liegt die Wahrscheinlichkeit, dass alle drei Kälber die ersten Lebenswochen überstehen und auch die Kuh gesund ist.

Große Freude in Nenzenheim

Umso größer ist die Freude in Nenzenheim, dass es allen vier Beteiligten gut geht – auch die Mama ist wohlauf und darf sich nun von der anstrengenden Geburt erholen. Das Geschwister-Trio wird von dem Landwirts-Ehepaar nun hochgepäppelt, bis es dann in ein paar Wochen zum Züchtermarkt nach Dettelbach geht. Bis dahin müssen die Kleinen noch ein paar Kilo zulegen, um einen anständigen Preis auf dem Markt zu erzielen. Das ist für die Schneiders auch wichtig, da kleine Betriebe wie ihrer, der nach wie vor konventionell arbeitet und keine Massentierhaltung betreibt, immer stärker unter dem Preisdruck auf dem europäischen Milchmarkt zu leiden hat und wohl in wenigen Jahren verschwinden wird.