Die Gemeinde Nordheim übernimmt ab dem 1. Januar 2019 die Betriebsträgerschaft für die Kindertageseinrichtung. Dies beschlossen die Gemeindevertreter am Montagabend in ihrer Sitzung.

Die Vorgeschichte: Laut Bürgermeister Guido Braun teilte die katholische Kirchenverwaltung Nordheim der Kommune mit, dass sie zum 31. Dezember dieses Jahres die Trägerschaft für den Kindergarten aufgeben wird. Der Gemeindechef begründete die Entscheidung des derzeitigen Trägers mit dem Hinweis, dass die sich häufende Verwaltungsarbeit ehrenamtlich einfach nicht mehr zu bewältigen sei.

Nach den Ausführungen des Bürgermeisters hat die Kommune daraufhin die Suche nach einer Betriebsträgerschaft ausgeschrieben. Die Frist endete am 15. Juli dieses Jahres und war nach Aussage von Braun erfolglos.

Das wiederum hat zur Folge, dass die Gemeinde nunmehr in der Verantwortung, sprich Übernahme der Betriebsträgerschaft steht. Vor der einstimmigen Beschlussfassung, die auch die Pachtung des derzeitigen Kindergartenareals und die Übernahme des Personals durch den Träger beinhaltete, gab es noch Diskussionen hinsichtlich der im August 2019 endeten Betriebserlaubnis des Nordheimer Kindergartens.

Bekanntermaßen ist das jetzige Domizil der Nachwuchsbürger laut Landratsamt Kitzingen und der Regierung von Unterfranken mit einer Fläche von 1500 Quadratmetern zu klein. Das neue Kindergartenareal muss eine Mindestfläche von 4400 Quadratmetern aufweisen, informierte Braun.

Die Zeit für einen Neubau drängt. Zumal der Kindergartenleitung laut Barbara Niedermeier zahlreiche Anfragen für das Kindergartenjahr 2019/2020 vorliegen. Nicht weniger als 17 Interessierte möchten ab September ihre Kinder in der Tageseinrichtung unterbringen. Aber, so Niedermeier, die nahezu mit dem kompletten Kindergartenpersonal die Sitzung verfolgte, „ich kann keine Zusage für Plätze machen, die ich nicht habe“. „Jetzt muss etwas passieren“, sagte der Bürgermeister, der für den Notfall der Unterbringung auch die kurzfristige Aufstellung von Containern zusagte.

Weitere Themen des Nordheimer Gemeinderates:

Laut Bürgermeister Guido Braun bleiben die Kanalgebühren für Schmutz- und Niederschlagswasser für die Jahre 2019 und 2020 unverändert. Somit betragen die Einleitungsgebühren je Kubik für Schmutzwasser (Normaleinleiter) auch weiterhin 1,75 Euro und 1,92 für Schmutzwasser – (Starkverschmutzerzuschlag) sowie 0,12 für das Oberflächenwasser. Hingegen wurden die Wasserverbrauchsgebühren für den Kalkulationszeitraum 2019 bis 2022 von 1, 53 auf 1,84 Euro je Kubik angehoben. Als Grund hierfür wurden die voraussichtlichen Wasserverluste in Höhe von cirka elf Prozent (Spülungen, Feuerwehr, Rohrbrüche) aufgeführt.

Einen Zuschuss von 117 Euro gab es für den Musikverein Cäcilia für die neue Marschausrüstung in Form einer Marschtrommel und Marschbüchern.

Mit 200 Euro unterstützt die Gemeinde Nordheim auch die traditionelle, viertägige Vierzehnheiligen- Wallfahrt, die seit vielen Jahren Ende Juni durchgeführt wird.

Eine Sportförderung von 2885 Euro erhält der TSV Nordheim, dem die gleiche Summe auch vom Freistaat gutgeschrieben wurde.

Den Auftrag für die Restaurierung der im Dezember 2017 beschädigten Mariensäule erhielt die Firma Petro Schiller aus Königsberg zum Angebotspreis von 4950 Euro.