Das war eine bärenstarke Sache, dieses „Echt Berna“ 2018. Das alle zwei Jahre stattfindende Mainbernheimer Stadtfest mit seiner Nabelschau an Kultur- und Vereinsleben lockte am Sonntag nicht nur die Einheimischen vom Sofa, sondern auch zahlreiche Gäste aus der Region in das Markgrafenstädtchen. Die beliebtesten der rund 30 Stationen waren dann auch prompt die neuen.

Allen voran die „Brau-Schmiede“: Ein Team um den Mainbernheimer Allgemeinarzt Peter Winkler hat in einer ehemaligen Schmiede in der Altstadt eine top-moderne Brauerei eingerichtet, in der fortan regelmäßig frischer Gerstensaft entsteht, während die Ration des Vormonats regelmäßig an der gemütlichen Schanktheke ausgegeben werden soll. Ein Projekt, mit dem eine mehr als 300 Jahre währende Bierbrautradition in Mainbernheim nach einer rund 30-jährigen Durststrecke wieder auflebt. Entsprechend groß war die Neugierde der Besucher, die sich das Bier dann auch gleich auf den Bänken in der Gasse schmecken ließen.

Zweite Hauptattraktion: Dort, wo nach vor rund 100 Jahren die Mainbernheimer ihren Leibesübungen nachgingen, im Stadtpark „Turngarten“, bevölkerten alte Schätze auf vier und zwei Rädern das Areal. Einige Mainbernheimer hatten ihre Oldtimer ausgestellt und zogen die Blicke der Gäste damit auf sich. Gleich nebenan hatten die Mitglieder des Arbeitskreises für Kultur und Tourismus am Schützenhaus mittelalterliche Spielstationen aufgebaut: Beim Sackhüpfen, Malen, Rätselraten und per Pferd mit der Lanze einen Ballon aufspießen war Kurzweil geboten.

Die Vereine zeigten sich von ihrer vielfältigen Seite – es konnte frischer Apfelmost gepresst und getrunken, Drechselarbeiten oder die Werke der Mainbernheimer bildenden Künstler bestaunt werden. Historisch Interessierte warfen einen Blick in das ehemalige Kastenamt, das von seinen neuen Eigentümern liebevoll restauriert wurde. Und Alt-Bürgermeister Karl Wolf führte die Gäste aus Schwandorf, von wo auch der Chor des Eröffnungsgottesdienstes angereist war, durch die Stadt.

Als beim „Abschluss-Hock“ im Biergarten des Gasthauses „Bären“ dann bei den Klängen der „Cadillacs“ und der Bewirtung der Banamer Bären die Mainbernheimer zum Ausklang zusammen kamen, fiel bei vielen dann die Anspannung des Tages ab. In zwei Jahren heißt es dann wieder „Echt Berna“ und man darf gespannt sein, was dann neues dazu kommt.