Als die Beamten laut Polizeibericht am Sonntag (14. Oktober) gegen Mitternacht die 16-jährige Berlinerin und ihren 36-jährigen Begleiter in der Schalterhalle des Hofer Hauptbahnhof kontrollierten, lag im polizeilichen Fahndungssystem eine "Ausschreibung zur Ingewahrsamnahme" für die Jugendliche vor. Gemäß der vor zehn Tagen eingestellten Fahndung war die Vermisste "in Absprache mit ihrer Erziehungsberechtigten einer Heimeinrichtung in Berlin zuzuführen".

Da sich beide einen Reisekoffer teilten, bat der Mann mit auf die Dienststelle gehen zu dürfen. Nach den ersten Maßnahmen forderten die Beamten den Begleiter nun auf, die Dienststelle zu verlassen, da er nicht mehr benötigt wird. Das Paar war damit aber nicht einverstanden und sie klammerten sich aneinander.

Als die Bundespolizisten nun Zwang anwenden mussten, verletzte sich eine Beamtin leicht - war aber weiterhin dienstfähig. Der Mann widersetzte sich so heftig, dass er zu Boden gebracht werden musste und ihm Handschellen angelegt wurden.

Der Grund für sein Verhalten ergab sich bei der später durchgeführten Atemalkoholkontrolle, die einen Wert von über drei Promille ergab. Nachdem er seinen Rausch ausgeschlafen hatte, durfte er am Montagmorgen ( 15. Oktober) die Dienststelle verlassen. Die Jugendliche musste zunächst in die psychiatrische Jugendabteilung der Bezirksklinik Bayreuth eingeliefert werden.

Demnächst werden sich die Randalierer mit Strafanzeigen wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und Körperverletzung auseinandersetzen müssen.