Anfang Juli waren Skelettreste der 2001 verschwundenen Peggy Knobloch in einem Wald unweit des oberfränkischen Nordhalben (Landkreis Kronach) gefunden worden. Seither ermittelt die 30-köpfige "Soko Peggy" auf Hochtouren. Rund 200 Hinweise gingen ein, eine heiße Spur sei aber noch nicht darunter, sagte der Leitende Oberstaatsanwalt Herbert Potzel. Erkenntnisse vom Fundort der Skelettteile würden auch mit früheren Ermittlungen abgeglichen.

"Die Soko bleibt in dieser Größenordnung weiter bestehen", bestätigte Jürgen Stadter von der Pressestelle des Polizeipräsidiums Oberfranken auf Nachfrage von inFranken.de.

Dabei gehen die Ermittler weiter jedem noch so kleinen Hinweis nach. Wie beispielsweise vor einer Woche: Im Zuge der Ermittlungen durchsuchten Polizisten erneut das Waldstück nahe der thüringischen Ortschaft Rodacherbrunn. "Dabei ging es um einen Bereich unweit des Tatortes, der sich im Zuge der Ermittlungen herauskristallisiert hatte", so Stadter. Einige Gegenstände konnten sichergestellt werden, weitere Details wurden aber nicht bekanntgegeben. Stadter machte deutlich, dass es in Zukunft noch weitere Suchaktionen geben könnte. "Das ist durchaus möglich."

Am 2. Juli 2016 hatte ein Pilzsammler die sterblichen Überreste des 2001 verschwundenen Mädchens in dem Waldstück entdeckt. Der Fundort liegt knapp 15 Kilometer vom Heimatort der damals neunjährigen Schülerin entfernt. Drei Tage nach dem Fund brachte ein DNA-Abgleich die Gewissheit, dass es sich bei den Skelettteilen um Peggy handelt.

Die Staatsanwaltschaft hat die gefundenen Skelettteile noch nicht freigegeben. "Wann es soweit sein wird, ist auch noch nicht absehbar", sagte Potzel.