Das Landgericht Hof sah es am Mittwoch als erwiesen an, dass der Mann Entführungspläne gegen einen Richter geschmiedet hatte - und zwar aus dem Gefängnis heraus, als er wegen des Vorwurfs der millionenschweren Untreue in Untersuchungshaft saß.

Die Staatsanwaltschaft ging davon aus, dass der 39-Jährige damit einen Freispruch in dem Untreueverfahren erzwingen wollte. Er habe zwei Mithäftlinge damit beauftragt, ihre Kontakte in die kriminelle Szene spielen zu lassen und die Tat ausführen zu lassen. Die Mitgefangenen hatten den Angeklagten vor Gericht schwer belastet.
Der angeklagte Manager hatte die Vorwürfe dagegen energisch zurückgewiesen und als absurd bezeichnet. Er beteuerte vor Gericht stets seine Unschuld. Seine Anwälte hatten auf Freispruch plädiert, die Staatsanwaltschaft dagegen hatte neuneinhalb Jahre Gefängnis gefordert.