In Hof ist ein Anwalt auf der Anklagebank gelandet. Er muss sich seit Mittwoch wegen Untreue, Insolvenzverschleppung und Bankrott selbst vor Gericht verantworten. Allerdings endete der erste Prozesstag abrupt: Aus gesundheitlichen Gründen war er nicht zur Verhandlung erschienen. Einem Arzt zufolge kann der Angeklagte wegen einer Herzerkrankung dem Prozess künftig nur zwei Stunden täglich folgen, dazwischen muss eine Stunde Pause liegen. Wie ein Gerichtssprecher sagte, wird für die Fortsetzung des Verfahrens am Freitag ein Krankenbett in den Gerichtssaal gebracht, damit er das Verfahren auch liegend verfolgen oder Ruhepause machen kann. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Anwalt unter anderem vor, Geld von Mandanten veruntreut zu haben.