Wilhelm Schneider und Horst Hofmann scheinen die aussichtsreichsten Kandidaten bei der CSU für die Nachfolge von Landrat Rudolf Handwerker zu sein. Das bestätigte der CSU-Kreisvorsitzende Steffen Vogel (Theres) am Donnerstag in einem Schreiben gegenüber unserer Zeitung.

Bei der Kommunalwahl 2014 wird auch der Landrat gewählt. Sicher ist, dass ein neuer Landrat berufen wird, denn Amtsinhaber Rudolf Handwerker, der im März 2014 dann 70 Jahre alt wird, tritt nicht mehr an. Er war 1990 erstmals in das Amt berufen worden, nachdem er zuvor Bürgermeister in Haßfurt war.

Nach den Angaben des CSU-Kreisvorsitzenden Steffen Vogel "zeichnet sich nun ab, dass es zu einer Entscheidung zwischen Bürgermeister Wilhelm Schneider aus Maroldsweisach und Horst Hofmann aus Haßfurt kommen wird, wer als Kandidat für die Christsozialen im März 2014 antreten wird".

Erklärung

Bei der Sitzung des Kreisvorstandes am Mittwoch (5. Dezember) in Zeil hat Vogel eigenen Angaben zufolge eine Erklärung von Michael Ziegler, Bürgermeister der Stadt Eltmann, verlesen, der zeitgleich eine Stadtratssitzung seiner Heimatstadt zu leiten hatte.

Ziegler erklärt darin, nicht für das Amt des Landrats kandidieren zu wollen. Ziegler habe sich sehr über den Zuspruch aus der Partei und der Bevölkerung gefreut, jedoch mache ihm die Arbeit als Bürgermeister riesig Spaß und er fühle sich rundum wohl mit seiner jetzigen Aufgabe, so dass er, wie Vogel darstellt, eine erneute Kandidatur als Bürgermeister einer möglichen Landratskandidatur vorzieht.

Sowohl Horst Hofmann, Geschäftsführer des Landratsamtes in Haßfurt, als auch der Maroldsweisacher Bürgermeister Wilhelm Schneider haben bei der Kreisvorstandssitzung ihre Bereitschaft erklärt, für das Amt des Landrates für die CSU kandidieren zu wollen. Beide Namen sind bereits seit längerer Zeit im Gespräch und wurden immer wieder genannt, wenn es um die Nachfolge von Rudolf Handwerker ging.

Die Mitglieder des Kreisvorstandes waren sich den Angaben zufolge einig, dass eine im Raum stehende strittige Entscheidung positiv sei. Dies mache deutlich, hieß es, dass die CSU ein Luxusproblem habe, indem zwei hochqualifizierte und engagierte potenzielle Kandidaten zur Verfügung stünden. Weiter waren sich die Christsozialen einig, dass eine schnelle Entscheidung notwendig sei, um einen langen innerparteilichen Wahlkampf zu vermeiden und letztlich auch dem nominierten Kandidaten die Möglichkeit zu geben, sich über ein Jahr lang im gesamten Landkreis bekannt zu machen und sich vorzustellen, wie Kreisvorsitzender Steffen Vogel in seiner Mitteilung vom Donnerstag weiter betont.

Als Termin für die Bestimmung des Landratskandidaten wurde Montag, 28. Januar 2013, um 19 Uhr festgelegt. Als Veranstaltungsort ist die Stadthalle in Königsberg, in der Mitte des Landkreises, bereits gebucht. Am Freitag, 14. Dezember, wird eine große Veranstaltung unter dem Motto "Jetzt red i" der CSU mit allen Mandatsträgern in Haßfurt in der kleinen Stadthalle stattfinden, bei der sich auch die beiden potenziellen Kandidaten der Öffentlichkeit vorstellen, die hierzu eingeladen ist.

Regionalkonferenzen

Laut Kreisvorsitzendem Steffen Vogel folgen einige Regionalkonferenzen, bei denen mit der Basis die anstehenden Bundestags-, Landtags- und Kommunalwahlen besprochen werden.
Festgelegt wurden der 3. Januar in Hofheim und der 13. Januar in Ebern. Am 4.Januar wird ein Jahresabschlussessen des Kreisvorstandes und der Ortsvorsitzenden stattfinden, zu dem auch die Partner eingeladen sind, um in gemütlicher Runde auf das alte Jahr zurück und in das neue Jahr zu blicken. Der Ort wird noch bekannt gegeben.

Kreisvorsitzender Steffen Vogel sieht die CSU im Heimatkreis damit gut gerüstet und personell gut aufgestellt für die Wahlen 2013 und 2014. Besonders erfreulich sei, so Vogel, dass keinerlei Streit im Kreis herrsche, sondern man demokratisch und sauber die Personalentscheidungen treffen werde. Bereits im Juli will der Kreis-Chef der Partei die Kreistagsliste aufgestellt haben. Die Neuwahlen der Kreisvorstandschaft sollen am 8.Mai stattfinden.

Vogel selbst will in den Landtag gewählt werden. Dazu hat ihn seine Partei für die Direktkandidatur im Stimmkreis Haßberge/Rhön-Grabfeld nominiert. Das ging allerdings nicht ohne Kontroverse über die Bühne. Vogel setzte sich erst in einer Kampfabstimmung gegen einen Konkurrenten im CSU-Kreisverband Rhön-Haßberge durch.