Die Gemeinde Wonfurt nimmt erneut einen Anlauf und wird die Kosten für den Transport der Kinder aus Dampfach und Steinsfeld zum Kindergarten in Wonfurt übernehmen. Doch sind dieses Mal einige Bedingungen daran geknüpft.

Wie Bürgermeister Holger Baunacher (Junge Liste) in der Sitzung des Gemeinderates mitteilte, kostet eine Fahrt in einem Bus mit acht Plätzen 18 Euro. Hochgerechnet auf ein Jahr wären dies rund 8300 Euro. Angesichts der Kosten waren sich alle Gemeinderäte einig, dass zum einen jede Familie, ob sie nun ein Kind oder mehrere Kinder transportieren lässt, 15 Euro im Monat als symbolischen Beitrag zu leisten hat. Des Weiteren wurde beschlossen, dass der Bustransfer eingestellt wird, wenn im Monatsdurchschnitt nicht mindestens vier Kinder den Bus auch nutzen. Geklärt wird noch, ob die Gemeinde oder der Caritasverein als Auftraggeber fungieren wird.

Bürgermeister Holger Baunacher möchte den Gemeinderat für das Thema Leerstandsmanagement sensibilisieren. In der letzten Sitzung wurde beschlossen, Investitionen zur Erhaltung und Nutzung von Bausubstanz in den Ortskernen, zur Beseitigung und Nutzung von Leerstand und zur Realisierung von Neubauten im Ortskern zu fördern. Gemeinderat Wolfgang Thein jedoch, der damals nicht anwesend war, sah keinen Handlungsbedarf. "Das regelt sich doch von selbst. Wenn ein Haus leer steht, gibt es Erben, die es nutzen oder verkaufen", sagte er.

Doch einige Ratskollegen und Holger Baunacher verwiesen darauf, dass man für die Zukunft gerüstet sein müsse, um langfristig die Attraktivität der Gemeinde aufrecht zu erhalten, und dass es Anwesen gebe, die vom Leerstand bedroht sein könnten. Auch gebe es einige Objekte, bei denen es aufgrund des Wegzuges der Kinder schwierig sein wird, diese wieder zurück nach Wonfurt zu bekommen.

Immerhin gebe es 77 Entwicklungspotenziale in der Gemeinde und auch schon Anfragen von Bürgern. Für Baunacher stellt sich die Frage, welche finanziellen Mittel für die nächsten fünf bis 20 Jahre vorgesehen und welche Ressourcen zur Verfügung gestellt werden können. Auch solle die interkommunale Zusammenarbeit genutzt werden, sagte er. So wurden die Gemeinderäte aufgerufen, Vorschläge zu machen.

Es ging um vier Themenbereiche: Wie kann die Gemeinde Bürger bei der Planung, Organisation und Finanzierung unterstützen oder materielle Leistungen anbieten beziehungsweise bei der Entsorgung helfen? "Der nächste Schritt wird sein, zu den Punkten bestehende Regelwerke und Satzungen zu finden und eine Handvoll Lösungsansätze eventuell selbst zu verwenden. Außerdem sollen unsere Beispiele dann in unserer ILE-Arbeitsgruppe eingebracht und fokussiert werden", so Baunacher. ILE steht für Integrierte Ländliche Entwicklung.

Die Pfarrei St. Andreas Wonfurt möchte neue Bankauflagen für die Kirche in Wonfurt im Wert von 8000 Euro beschaffen und hat einen Zuschussantrag an die Gemeinde gestellt. Der Gemeinderat genehmigte einen Zuschuss in Höhe von 20 Prozent.

Bezüglich des Haushalts der Gemeinde, der in der nächsten Sitzung beschlossen werden soll, teilte Wolfgang Thein mit, dass die Leichenhalle in Steinsfeld saniert werden müsse. Bürgermeister Holger Baunacher erklärte, dass dieses Vorhaben erst nach der Kirchenrenovierung in Angriff genommen werde. Gemeinderat Karl-Heinz Hellwig gab zu bedenken, dass die Südfassade des Backhäuslas in Wonfurt gestrichen werden müsse.

Gemeinderätin Cäcilie Werner machte darauf aufmerksam, dass Autos durch die Metzgergasse in Wonfurt zum Parkplatz am See fahren und dabei rücksichtslos den Angerbeutenweg überqueren. Baunacher wies daraufhin, dass dort Tempo 30 und "Rechts vor Links" herrschten und man die Metzgergasse gerne für den Verkehr schließen könnte. Einige Gemeinderäte gaben aber zu bedenken, dass auch Radfahrer die Gasse herunter rasten. So erklärte der Bürgermeister, dass er sich darüber Gedanken machen werde. Zumal noch zwei weitere Gassen an den Angerbeutenweg stoßen.