Mit der Frage, ob die Gemeinde im Jahr 2016 eine 1111-Jahrfeier ausrichten soll, befasste sich der neu gegründete Ausschuss für Kultur, Tourismus und Gemeinschaftspflege in seiner ersten Sitzung. Bürgermeister Holger Baunacher hatte bereits positives Interesse in der Bevölkerung ausgemacht und möchte, falls der Gemeinderat einen entsprechenden Beschluss fällt, in zwei Jahren ein "Fest von Wonfurt für Wonfurt" feiern.

"Wenn wir dieses Fest abhalten wollen, müssen wir jetzt mit den Vorbereitungen beginnen", erklärte er den Ausschussmitgliedern und umriss kurz, wie diese 1111-Jahre-Feier aussehen könnte. Geplant ist, am ersten oder zweiten Juniwochenende 2016 vier Tage lang zu feiern und dabei auch auf verschiedene Programmpunkte aus der 1100-Jahre-Feier zurückzugreifen. So könnten Ausstellungen und Aktionen zum Thema Landwirtschaft und Kunsthandwerk, ein Mittelaltermarkt, Unterhaltungsangebote für Kinder und natürlich der Auftritt von Musikgruppen, die die Besucher anziehen, Bestandteile des Festes sein. Das Festzelt sollte an demselben Standort aufgestellt werden wie bei der 1100-Jahre-Feier.


Erlöse für die Allgemeinheit

Weil die Ausrichtung vor allem die Vereine stark beanspruchen würde, will Baunacher ihnen die Organisation des Siebenertages eine Woche nach dem eigentlichen Fest und den Erlös daraus übertragen. "Ich sehe dies als Dankeschön für die Vereine", sagte er, "denn der Siebenertag wird sich sicher lohnen." Den Erlös aus der 1111-Jahre-Feier würde er gerne für Projekte in der Gemeinde verwenden, die der Allgemeinheit zugutekommen. Baunacher hat bereits mit dem TSV, dem Anglerverein, der KJG und verschiedenen Bürgern gesprochen, die ihre Unterstützung zugesagt haben. "Wichtig ist aber, dass sich die breite Bevölkerung bereit erklärt, mitzuarbeiten", so der Bürgermeister.

Die zweite Bürgermeisterin Isolde Schuck konnte sich erinnern, dass vor elf Jahren immerhin 650 Helfer gefunden werden konnten. "Es gab damals keine Probleme", gab sie an, "und ich könnte mir vorstellen, dass die meisten sich wieder beteiligen." Einig waren sich Bürgermeister und Ausschussmitglieder, dass die Bürger nach ihrer Meinung und Bereitschaft zu helfen, gefragt werden müssen. "Sobald ein grobes Konzept für das Programm steht, werden wir die Bürger in Wonfurt, Dampfach und Steinsfeld anhand eines Faltblattes informieren und um Rückmeldung bitten", stellte Baunacher fest und bat die Ausschussmitglieder, entsprechende Ideen in der nächsten Gemeinderatssitzung vorzustellen.