Nach 40 Jahren knacken nicht nur beim Menschen die Gelenke. Betonbrücken geht es da nicht anders. Besonders dann, wenn sie Belastungen ausgesetzt sind, wie die Brücke über die Bahnlinie in der Gleusdorfer Straße in Ebern, über die ein wesentlicher Anteil des Verkehrs fließt, seit die Innenstadt verkehrsberuhigt ist.
Zurzeit geht in diesem Bereich der Kreisstraße HAS 51 gar nichts mehr. Der Verkehr muss sich andere Wege suchen, denn die Brücke ist gesperrt. Feuchtigkeit war an den Übergängen in die Fahrbahn eingedrungen, die den Bereich zwischen Klein-Nürnberg (Streits-garten-Kreuzung) und Losbergstraße (Zufahrt zum Freibad) verbindet.

Arbeiten an den Übergängen

Die Brücke wird saniert, verantwortlich dafür ist der Landkreis Haßberge, der auch die Kosten trägt. Eine Gruppe von Arbeitern des Tiefbauamts des Landkreises hat sich auf der Brücke gut einen Meter tief in die Fahrbahn hineingebuddelt, um die schadhaften Teile abzudichten. "Nichts Großartiges", meint dazu Jürgen Heusinger, der in der Grube steht und Metallarmierungen mit Rostschutzfarbe streicht, während seine Kollegen Georg Albert und Michael Bürger mit dem Presslufthammer Betonrabatten am Gehwegrand aufmeißeln. Die Mängel an der Bahnbrücke wurden "bei den turnusmäßigen Brückenprüfungen im Bereich der Widerlager festgestellt", erklärt dazu das Landratsamt auf Anfrage.

Noch nicht abzusehen

Laut Auskunft von Pressesprecherin Monika Göhr handelt es sich um Undichtigkeiten, "welche zur Sicherstellung der Dauerhaftigkeit behoben werden". Gleichzeitig hätten sich Setzungen im Bereich der Fahrspuren hinter den Widerlagern gezeigt, deren Ursachen festgestellt wurden und nun ebenfalls behoben werden.

Da der Umgriff und damit auch das Ausmaß der Eingriffe aktuell noch nicht feststehen, kann auch die Bauzeit noch nicht abschließend bestimmt werden, heißt es aus dem Landratsamt. "Wir sind noch am Freilegen", bemerkt dazu Alfons Schanz, Leiter des Tiefbauamts. Er sagt: "Wir gehen aber davon aus, dass die Straße etwa Ende August wieder geöffnet werden kann."

Die Sanierungskosten liegen nach Angaben der Haßfurter Behörde knapp unter 10 000 Euro - "aus heutiger Sicht".