Unter dem Motto "Rentweinsdorf im Wilden Westen" steht der Fasching in der Marktgemeinde, der Startschuss wurde im Rathaus gegeben. Um 19.11 Uhr fand der Einmarsch des Fünferrates mit dem noch amtierenden Prinzenpaar, "Maximillian I und Christina I" unter Begleitung der Prinzengarde "Narhalla statt. Oliver Stark begrüßte die Narrenschar und führte amüsant durch das zweistündige Programm.

Unmittelbar darauf marschierte der neue Sechserrat, begleitet von der Prinzengarde ein. Die närrische Zeit wird demnach in Rentweinsdorf von Matthias Sperber (Sendelbach) Steffen Neubauer, Kurt Schorn, Sarah Schmidtlein (neu) Mathias Sperber (Rentweinsdorf) und Oliver Stark angeführt. Sarah Schmidtlein ist ab sofort die einzige Frau im Sechserrat, nachdem Thomas Schnitzer ausgeschieden ist.

Ihr passte allerdings die Jacke ihres Vorgängers nicht, was bei der Anprobe für Erheiterung sorgte. Schließlich fand man auch für sie eine Jacke und die obligatorische "Narrenkappe", so dass der neue Sechserrat nun komplett ist und ins Amt berufen werden konnte.

Matthias Sperber aus Sendelbach ist der Ansprechpartner für den Sechserrat. Jetzt hielt das noch amtierende Prinzenpaar seine Abschluss und Dankesrede. "Wir dachten lange es ist noch weit, doch jetzt ist sie abgelaufen unsere schöne Zeit, ein Jahr haben wir nun erlebt, wie unser Dorf im Fasching bebt", begann "Christina I" die Abschiedsrede. "Maximillian I" fuhr fort: "Ihr die Aktiven und Zuschauer gaben uns Motivation und Kraft, ohne euch hätten wir es nie geschafft."

Auf das neue Prinzenpaar eingehend sagte "Christina I": "Jetzt könnt ihr es gleich alle sehn, drum können wir von der Bühne gehen." Damit endete für das alte Prinzenpaar ihre närrische Regentschaft. Für die musikalische Umrahmung sorgte Stefan Gick, der gleich zu einer Schunkelrunde einlud.

Die Spannung stieg. Der Einmarsch des neuen Prinzenpaares, das bis dahin offiziell noch nicht bekannt war, wurde ungeduldig erwartet. Dieses wurde von Kurt Schorn, er ist Prinzenpaarbeauftragter, vorgestellt. Die neuen Regenten sind demnach Steffen Grob und Julia Leicht, die aus Stegaurach kommt. Beide wohnen in Bamberg, werden aber künftig in Rentweinsdorf wohnen.

"Unser weißer (=weiser?) Häuptling Sendelbeck hat denen Land versprochen", so Kurt Schorn über den obersten Roten der Rothäute. Sie erhielten von ihren Vorgängern die "Insignien der Macht", Zepter und Krone. Zweiter Bürgermeister Kurt Weißheimer, der für Bürgermeister Willi Sendelbeck gekommen war, wurde "entmachtet."

Nachdem die Narren das Rathaus gestürmt hatten, musste Weißheimer die Schlüsselgewalt mit Truhe an das neue Prinzenpaar (Steffen Grob und Julia Leicht) übergeben. "Hiermit übergebe ich Euch die Kasse und den Gemeindeschlüssel, seit gute und nachsichtige Tollitäten", sagte Weißheimer.

"Der schmucke Prinz steht hier vorne allerdings nicht allein, meine Freude ist groß, eure Prinzessin zu sein", begann "Julia II" die Antrittsrede und "Prinz Steffen II" lobte: "Bevor wir das Zepter schwingen, wollen wir mit einem Lob beginnen. Es war eine tolle Mallefete im letzten Jahr, danke an Max und Christina." "Wer ist sie werdet ihr euch fragen, das wollte ich euch kurz sagen. Eine Reingeschleifte aus dem Oberfrankenland, hat nun endlich Rentweinsdorf als Heimat anerkannt", stellte "Steffen II" seine Prinzessin vor und "als Prinzenpaar sind wir bereit für eine gemeinsame schöne Faschingszeit."

Vermisst hatte die Prinzessin offensichtlich schon zu Beginn ihrer Regentzeit etwas: "Ich dachte an einen Begrüßungskuss, aber es blieb lediglich beim Servus." Der Sechserrat dankte dem neuen Prinzenpaar und hoffte, dass es die Rentweinsdorfer Narren "standesgemäß" durch die närrische Zeit führt. Jetzt konnte mit Sekt auf den gelungenen Faschingsauftakt angestoßen werden und es wurde das Tanzbein geschwungen.

Schließlich trat Thomas Schnitzer in die Bütt, der bisher dem Sechserrat angehörte. "Ja, so sieht man sich wieder, vom Sechserrat wird man zum Büttenschieber." Er erklärte zunächst, wie man Büttenredner wird, der in den "Hochburgen" des Faschings in Sendelbach, Salmsdorf und Rentweinsdorf auftritt. "Aber auch in kleinen Vereinen wie Veitshöchheim, Coburg oder Ebern."

Wichtig seien die beiden Lampen an der Bütt, welche leuchten, wenn gelacht werden soll, sagte Schnitzer und machte die Probe aufs Exempel. "Seht ihr schon hat es der Dümmste begriffen", kommentierte er das Lachen der Zuschauer.

In Anspielung auf die beiden Sperber im Sechserrat sagte Schnitzer: "Hinter mir stehen ja auch zwei Sperber, sie heißen so aber die könna net flieg." Eine Stunde vor Beginn sei er schon auf voller Drehzahl gewesen. "Blick in den Spiegel tadellos, Schuhe Strümpf, Schlips und Hos."

Für das leibliche Wohl sorgen die Mitglieder des Feuerwehrvereins Rentweinsdorf-Lind. Faschingssitzungen unter dem Motto "Rentweinsdorf im Wilden Westen" wird es am 26. und 27 Januar geben. Der Vorhang für die bunte Narrenshow öffnet sich an beiden Abenden jeweils um 19 Uhr. Der Kartenvorverkauf findet am Samstag, 16. Dezember, von 10 bis 12 Uhr im Feuerwehrschulungsraum im Rentweinsdorfer Rathaus statt. Restkarten gibt es danach beim "Reckenbeck" ebenfalls im Rathaus.