"Das Jahr 2017 währt nur noch drei Wochen, und dann wird man zum Abschluss wie immer zurückblicken. Beleuchten möchte ich dieses Jahr aus meiner Sicht heute nicht. Aber ich spreche die Hoffnung aus, dass wir trotz unterschiedlicher Meinungen, die in einer Demokratie unheimlich wichtig sind, immer wieder auf einen für unsere Gemeinde wichtigen Konsens kommen - zum Wohle unserer Gemeinde Kirchlauter." Dies betonte Bürgermeister Karl-Heinz Kandler (SPD) bei der Jahresabschlussfeier des Gemeinderates Kirchlauter in der "Heilig-Länder-Halle", zu der auch viele Gäste und ehrenamtliche Helfer eingeladen waren.
Natürlich wolle man an solch einem Abend auch ein wenig innehalten in der Hektik der vorweihnachtlichen Zeit. Er wolle jedoch keinen langen Vortrag halten, sondern sich bei allen bedanken, die sich während des Jahres in die Gemeinschaft eingebracht haben, für besondere Leistungen geehrt wurden oder auch seit kurzer Zeit neue Aufgaben in der Gemeinde übernommen haben. Dazu zählte er Pfarrer Matthias Rusin, der jetzt zuständig sei für die Pfarreiengemeinschaft "Maintal - Heilige Länder". "Sie sind im Augenblick mit der Neuausrichtung der Dekanate im Landkreis Haßberge gefordert, und dabei wünschen wir ihnen eine glückliche Hand." Herzlich begrüßte er auch Claudia Gigglberger. "Sie ist die neue Schulleiterin der Grundschule Kirchlauter und wurde am heutigen Tag offiziell in ihr Amt als Rektorin eingeführt. Wir hoffen auf eine gute Zusammenarbeit zum Wohle unserer Kinder."
Eine besondere Ehrung erfuhr Gemeinderat Wolfgang Holzmann, der dem Gremium der Gemeinde Kirchlauter vom 1. Mai 1990 bis zum 30. April 2008 angehörte und seit Mai 2014 wieder Sitz und Stimme im Rat hat. Für diese langjährige Tätigkeit im kommunalen Bereich sprach Kandler ihm Anerkennung aus und übergab ihm auch eine Dankurkunde des Bayerischen Innenministers. Zusätzlich überreichte er ihm den Gemeinde-Löwen mit dem Wappen der Gemeinde Kirchlauter.
Ebenfalls mit dem "Gemeinde-Löwen" wurde Roland Gehring ausgezeichnet, der derzeit noch Geschäftsleiter der Verwaltungsgemeinschaft Ebelsbach ist, aber zum 1. April eine weitere Herausforderung in seinem neuen Wirkungskreis in Rattelsdorf sucht. "Ich danke Dir für die Unterstützung in einem nicht leichten Umfeld. Bedauerlicherweise wurdest Du oft mit Fragen konfrontiert, die ich hätte beantworten müssen. Wir wünschen Dir dort weiterhin beruflichen Erfolg."
Bürgermeister Kandler stellte auch besondere schulischen Leistungen in den Mittelpunkt. Ann-Sophie Gehring hatte als Jüngste in der Runde ihre Prüfung der "Mittleren Reife" an der Mittelschule mit sehr guten Leistungen abgelegt. Sie erreichte die zweitbeste Leistung im Gesamtzeugnis, und im Fach WAT-Soziales glänzte sie sogar mit dem besten Abschluss. Ähnliches galt für Maximilian Kirchner, der im Fach Englisch den besten Abschluss an der Mittelschule Eltmann erreicht hat.
Im sportlichen Bereich wurde das ehrenamtliche Engagement von Bruno Reuß ins Rampenlicht gerückt. "Bruno hat in diesem Jahr etwas geschafft, was nur ganz wenigen gelingen wird: Das engagierte Mitglied des VfR Kirchlauter hat in diesem Jahr als Schiedsrichter sein 2000. Fußballspiel geleitet. Deswegen wurde er mit der goldenen Pfeife des Bayerischen Fußballverbandes ausgezeichnet. Wie mir Bruno versicherte, wird er auch weiterhin Spiele leiten, solange es seine Gesundheit erlaubt. Diese Leistung verdient unser aller Anerkennung."
Kandler vergaß auch nicht Altbürgermeister Peter Kirchner und den ehemaligen Zweiten Bürgermeister und jetzigen Vorsitzenden der Neubrunner Dorfgemeinschaft, Heinz Stretz, zu erwähnen. "Peter leitet die Seniorengruppe in Kirchlauter, ist ein leidenschaftlicher Imker und immer bereit, sein Wissen, wenn es gebraucht wird, in die Gemeinschaft einzubringen. Heinz ist mit Leib und Seele Vorsitzender der Dorfgemeinschaft Neubrunn und immer zur Stelle als Organisator von Veranstaltungen."
Anschließend dankte der Bürgermeister seinem Bauhofleiter Thomas Kempf für die sehr gute Zusammenarbeit und bezog dabei auch die weiteren Mitarbeiter Holger Herbold, Kurt Dusold, Erika Pabst, Manfred Hämmerlein und Arnold Kirchner ein. Ähnliches galt für die Verwaltung, "die es auch in diesem Jahr wahrlich nicht einfach mit uns hatte".
Besondere Anerkennung zollte er den Küchendamen der Vereinsgemeinschaft um Mechtild Kirchner, die gemeinsam für das leibliche Wohl bei Veranstaltungen im Oskar-Kandler-Zentrum und im Sportheim des VfR Kirchlauter gesorgt hatten. "Das ist eine Arbeit, die man gar nicht genug würdigen kann. Ohne Euch gäbe es keine Feste und keine Feiern."
Als "gute Seele" bezeichnete er auch Dieter Iberl, der bei den Seniorennachmittagen hinter der Theke stehe und die Senioren mit Getränken versorge. "Auch das Gemeindehaus in Pettstadt steht unter seiner Aufsicht, und die Pettstadter treffen sich dort jeden Montagabend zum Stammtisch."
Lob gab es ebenso für Maria Adrian, die monatlich einmal die Senioren einlade und für jede Veranstaltung Programme entwerfe, sowie für Dieter Adrian, der die jährlichen Seniorenehrungen in Neubrunn unterstütze und ein umfangreiches Bildmaterial von früheren Jahren für die Nachwelt erstellt habe.
Weiteren Dank erfuhren Norbert Reinwand für seine fast zehnjährige Tätigkeit als Vorsitzender des Kindergartenvereins Neubrunn, Dieter Stubenrauch als Rasenwart des FC Neubrunn und Rasenpfleger im Kindergarten, Claudia Mantel für die Pflege des Brunnens im "hinteren Kirchenring" sowie Irene und Willi Hüttner mit Dora und Josef Landgraf vom OGV Neubrunn. "Irene Hüttner als Vorsitzende des Obst- und Gartenbauvereins unterstützt mit ihrer Mannschaft die Gemeinde im Umfeld des Kneippbeckens, beim Säen von Blumenweide, beim Anlegen von Rosenbeeten im Friedhof Neubrunn sowie beim Schmücken des Dorf-Brunnens zur Weihnachts- und Osterzeit."
Schließlich wurde auch Monika Hofmann und Bianka Schor Anerkennung zuteil, die seit 15 Jahren die Bücherei Neubrunn leiten. Bürgermeister Kandler bedankte sich auch bei Ewald Stretz für seine Berichterstattung über das Dorfgeschehen und Helga Stretz für den Blumenschmuck in der "Heilig-Länder-Halle", bevor er seinen beiden Stellvertretern, Reinold Stöhr und Eva Maria Schmitt, ein Präsent überreichte.
Zweiter Bürgermeister Reinhold Stöhr erinnerte bei seinen Dankesworten daran, dass man nun "Halbzeit" habe und der Bürgermeister über drei Jahre im Amt sei. "Sicher hast Du Dir manches anders vorgestellt, aber du hast bald gemerkt, dass dies kein langweiliger Job ist. Mit Dir macht die Zusammenarbeit aber Spaß." Als kleine Aufmerksamkeit überreicht er ihm je einen Gutschein zum Essen und zum Schwimmen. "Das eine ist eben zum Zunehmen und das andere zum Abnehmen."
Mit einem Festessen wurde dann der Jahresabschluss gefeiert.